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20.01.2007

17:00 Uhr

Philippinen

Abu Sayyaf-Anführer tot

Der meistgesuchte Mann der Philippinen ist tot. DNA-Proben ergaben, dass eine vor etwa einem Monat gefundene Leiche der Körper von Khaddafy Janjalani ist, dem Anführer der Extremistengruppe Abu Sayyaf.

HB MANILA. Der Anführer der gewalttätigsten philippinischen Extremisten-Gruppe Abu Sayyaf ist tot. Gerichtsmedizinische Untersuchung in den USA hätten bestätigt, dass es sich bei einer im vergangenen Monat gefundenen Leiche um den Körper von Abu-Sayyaf-Chef Khaddafy Janjalani handelt, sagte ein Militärsprecher am Samstag in Manila. Janjalani war der meistgesuchteste Mann des Landes. Die USA hatten auf ihn wegen des Mordes an einem US-Missionar ein Kopfgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar ausgesetzt. Die Abu Sayyaf hatte unter anderem auch im April 2000 die Göttinger Familie Wallert auf die Insel Jolo verschleppt und wochenlang gefangen gehalten.

Am Tode Janjalanis gebe es keinen Zweifel mehr, sagte der Militärsprecher weiter. Das hätten Tests in den USA ergeben, bei denen DNA-Proben der Leiche mit dem Erbgut eines Bruders des Abu-Sayyaf-Chefs verglichen worden seien. „Wir haben den Hauptgewinn gezogen, die DNA passt.“

Gefangen genommene Extremisten hatten die philippinischen Truppen zu der vergrabenen Leiche geführt. Nach ihren Angaben war Janjalani bei einem Feuergefecht im September tödlich verletzt worden. Der 31-Jährige stand auf der Fahndungsliste des FBI, nachdem er von einem US-Gericht für die Entführung und Tötung des US-Missionars im Jahr 2002 angeklagt worden war. Die islamistische Abu Sayyaf, die Kontakte zu Al-Kaida haben soll, hat sich auch zu dem verheerendsten Terroranschlag auf den Philippinen im Februar 2004 bekannt. Eine Bombe hatte damals nahe Manila eine Fähre zerstört. Mehr als 100 Menschen starben.

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