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31.07.2017

14:23 Uhr

Philippinen

UN fordert sofortige Beendung willkürlicher Tötungen

Die Anti-Drogen-Kampagne des philippinische Präsidenten wird zunehmend gewalttätiger. Bereits tausende Menschen sollen getötet worden sein - darunter auch Kinder. Die UN fordert nun den sofortigen Stopp der Tötungen.

Demonstranten tragen in Quezon auf einer Protestveranstaltung Figuren, welche die Todesopfer durch den sogenannten Drogenkrieg von Präsident Duterte symbolisieren sollen. dpa

Philippinen

Demonstranten tragen in Quezon auf einer Protestveranstaltung Figuren, welche die Todesopfer durch den sogenannten Drogenkrieg von Präsident Duterte symbolisieren sollen.

GenfDie Vereinten Nationen fordern die Philippinen eindringlich dazu auf, die Gewaltspirale in dem südasiatischen Inselstaat zu beenden. Es gebe immer mehr Berichte, wonach Menschen willkürlich ermordet werden. „Kinder werden nicht verschont und sind in einem Klima der vorherrschenden Gewalt weiterhin einem hohen Risiko ausgesetzt“, hieß es in der Mitteilung von UN-Experten am Montag in Genf. Besonders gefährdet sei die indigene Bevölkerung.

Der seit einem Jahr regierende Staatschef Rodrigo Duterte führte einen international heftig kritisierten „Drogen-Krieg“ und fordert die Wiedereinführung der Todesstrafe. Insgesamt wurden nach Angaben von Menschenrechtlern bereits mehr als 7000 Menschen durch die Polizei oder selbst ernannte Ordnungshüter getötet.

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Die Angriffs-Drohung von Rodrigo Duterte auf bestimmte Schulen wird harsch kritisiert. Der Präsident vermutet, dass diese unter Rebellenkontrolle stehen. Die Drohung sei eine Verletzung des Humanitären Völkerrechts.

Die UN-Experten zeigten sich geschockt über „zunehmende Gewalt, Tötungen, Einschüchterungen und Belästigungen“ in dem Land. Besonders Menschenrechtsverteidiger, Gewerkschafter und Bauern lebten gefährlich. Jeder einzelne Übergriffe müsse vor Gericht verfolgt und die Täter müssten zur Rechenschaft gezogen werden, forderten die UN.

Duterte hatte bereits im vergangenen Jahr nach scharfer UN-Kritik an „ungesetzlichen Tötungen“ mit einem Austritt aus der Organisation gedroht.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Hein Kuester

01.08.2017, 12:07 Uhr

Man kann nur hoffen, dass die UN nicht nur fordert, sondern endlich einmal gegen diesen Diktator, der sich selbst rühmt Menschen ermordert zu haben, einmal etwas unternimmt. Das Land braucht für seine Menschen Arbeitsplätze und keine illegalen Morde. Aber dazu sind die 50 Oligarchen die dieses schöne Land beherrschen nicht in der Lage.

Herr Eric Boule

01.08.2017, 16:21 Uhr

Der philipinische President Duterte machte nichts anderes als der i/d EU so hoffaehige Obama.Beide toeteten aussergerichtlich,Obama mit seinen Dronen,von Deutschland aus gesteuert,wobei auch viele Buerger mitgetoetet wurden,Duterte schiesst die Drogendealer in seine Land ab.Die Kritik von Obama+EU an Duterte ist also seht hypokrit

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