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31.07.2012

13:11 Uhr

Pilotreport

IWF erwartet kostspieligere Eurokrise

Die Eurokrise in den Griff zu bekommen wird nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds länger dauern und teurer werden als bisher erwartet. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts.

Internationaler Währungsfonds in Washington. dpa

Internationaler Währungsfonds in Washington.

WashingtonNach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds IWF hat die Schuldenkrise in der Eurozone die Stabilität des globalen Finanzsystems beeinträchtigt und eine Krisenbekämpfung wird länger dauern und kostspieliger sein als bislang erwartet. Das geht aus einem am Dienstag (Ortszeit) in Washington vorgelegten Pilotreport des IWF hervor, der die externe Kontrolle politischer Entscheidungen von Mitgliedsländern zum Thema hat.

Bislang sei eine Lösung der Schuldenkrise in der Eurozone nicht erfolgt und das erhöhte Stressniveau wirke sich auf andere Länder aus, hieß es vom IWF. Die Organisation beteiligt sich derzeit an den Rettungshilfen für Griechenland, Irland und Portugal und ist zugleich Kritik ausgesetzt, dass sie die Krisenzeichen des Jahres 2008 nicht in vollem Umfang erkannt habe.

Der neue Forschungsbericht befasst sich mit den Auswirkungen politischer Entscheidungen auf das globale Stabilitätsniveau und gibt Handlungsempfehlungen für innenpolitische Entscheidungen. Künftig, hieß es in der Studie weiter, wird sich der IWF zusätzlich dem Wechselkursniveau und der Innenpolitik zur Einschätzung einer Wirtschaftsentwicklung widmen. Die neuen Grundsätze sollen über einen Zeitraum von sechs Monaten eingeführt werden.

In den USA, hieß es vom IWF weiter, reduziere derzeit mit ihrer Geldpolitik die Gefahr eines längeren konjunkturellen Einbruchs. Eine expansive Geldpolitik in den USA und anderen Weltregionen sei entscheidend zur Verhinderung einer Kreditklemme und damit eines längeren und weltweiten konjunkturellen Abschwungs.

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

31.07.2012, 13:39 Uhr

Millionen normal denkende deutsche können nicht irren - wir werden gerade finanziell für Generationen ruiniert und nicht mal das Bundesverfassungsgericht traut sich dagegen ein zu schreiten, einfach nur grausam.

Politikverdrossen

31.07.2012, 13:55 Uhr

Der Euro ist die Krise! Dieses ökonomisch unsinnige Konstrukt kann nur bei Dauertransfers der Nordländer, Akzeptanz sehr hoher Arbeitslosenzahlen in den Südländern und Diktatur der Brüssler Bürokraten erhalten werden.

Steuerschaetzer

31.07.2012, 13:59 Uhr

IWF: Eine amerikanisch dominierte Organisation, die dementsprechend amerikanische Wirtschafts-Rezepte verbreitet, d.h. Geld drucken, Geld drucken und nochmals Geld drucken. Dabei sind die USA doch das schönste Beispiel dafür, dass sich damit die reale Wirtschaft nur wenig beeinflussen lässt. Die Desindustrialisierung in den USA ist nicht verhindert worden durch die "Gelddrucker" Greenspan und Bernanke. Aber dafür haben sie Blasen erzeugt, die Internet-Blase, die Immobilien-Blase und die anschließende Finanzmisere, die Europa finanziell enorm geschwächt hat und heute noch mit schuld ist an den Problemen hier. Und wieso kommen die USA trotz Geld drucken und damit einer enormen Geldschwemme nicht raus aus ihrer Misere (trotz des "Yes we can" Präsidenten)? Weil die strukturellen realen Probleme mit Geld drucken nicht zu beseitigen sind. Also sollen IWF und Obama erst mal ihr "Yes we can" in den USA zeigen, bevor sie mit dem Finger auf andere zeigen. Das Problem ist nur: SIE KÖNNEN NICHTS!!!

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