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14.11.2017

17:48 Uhr

Pipelineprojekt Nord Stream 2

Russland wirft EU Sabotage vor

Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat die EU wegen des Gas-Pipelineprojekts Nord Stream 2 scharf kritisiert. Mit neuen Regeln soll sein Land dazu gebracht werden, aus dem Vorhaben auszusteigen.

Der russische Ministerpräsident macht der Europäischen Union schwere Vorwürfe. dpa

Dmitri Medwedew

Der russische Ministerpräsident macht der Europäischen Union schwere Vorwürfe.

MoskauRusslands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat Versuche der Europäischen Union zur Regulierung des Gas-Pipelineprojekts Nord Stream 2 scharf kritisiert. Es sehe so aus, als ob sein Land dazu gebracht werden solle, aus dem Vorhaben auszusteigen, sagte Medwedew am Dienstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax. „Unser Ansatz zur Umsetzung dieses Projekts hat sich bislang nicht geändert: Das ist kein politisches Werkzeug, das ist ein reguläres kommerzielles Projekt mit dem Ziel, Europas Energiesicherheit zu schützen.“

Die EU-Kommission hatte vergangene Woche mitgeteilt, die derzeit geltenden Regeln für den internen EU-Gasmarkt auf Pipelines aus Drittstaaten, die nach Europa gehen, erweitern zu wollen. Für solche Gasleitungen würden damit die gleichen Auflagen im Hinblick auf eine Regulierung der Preise und die Transparenz gelten wie für Pipelines innerhalb der Union. Das Europaparlament und die Mitgliedsländer müssen der Neuregelung noch zustimmen.

Nord Stream 2 ist umstritten. Die Pipeline soll russisches Gas durch die Ostsee nach Deutschland bringen. In der EU gibt es allerdings große Vorbehalte. Unter anderem wird eine zu große Abhängigkeit von Russland befürchtet.

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rtr

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