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08.10.2013

11:32 Uhr

PISA für Erwachsene

Deutsche sind nur mittelschlau

Lesen und Rechnen gehören nach einer OECD-Studie nicht zu den Spezialitäten der deutschen Bevölkerung. Auch Computer bereiteten vielen Erwachsenen beim PISA-Test Schwierigkeiten. Japaner und Finnen schnitten besser ab.

Trotz Goethe und Schiller: Lesen können Deutsche auch nur mittelmäßig. dpa

Trotz Goethe und Schiller: Lesen können Deutsche auch nur mittelmäßig.

BerlinErwachsene in Deutschland können im internationalen Vergleich nur mittelmäßig lesen und Texte verstehen. Gleiches gilt für einfache Grundrechenarten wie Prozentrechnen und Dreisatzaufgaben. Dies ergab der erste PISA-Test zum Allgemeinwissen und zu Alltagsfähigkeiten von Erwachsenen in 24 wichtigen Industrienationen der Welt. Die Studie wurde am Dienstag von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Berlin vorgestellt.

Ein beträchtlicher Teil der Erwachsenen hat zudem Probleme beim Umgang mit Computern. So konnten in Deutschland zum Beispiel 12,6 Prozent der Testpersonen keine Computer-Maus bedienen. Von den Erwachsenen, die den Computer-Test machten, waren die meisten lediglich in der Lage, einfache Probleme zu lösen, wie zum Beispiel das Einsortieren von E-Mails in bereits angelegte Ordner. Komplexere Aufgaben wie das Navigieren über Webseiten und eigenständige Problemlösungen in mehreren Schritten beherrschten dagegen nur 36 Prozent.

Spitzenwerte im Lesen wie im Rechnen erreichten Erwachsene in Japan und Finnland. Im Schnitt haben die 16- bis 65-Jährigen in diesen beiden Ländern gegenüber Gleichaltrigen in Deutschland einen Kompetenzvorsprung, der einer Lernleistung von vier bis fünf Schuljahren entspricht.

Die Zahl der „Spitzenleser“, die mit ihren Leistungen die höchsten Kompetenzstufen auf der Skala erreichen, ist in Deutschland geringer als im OECD-Schnitt. Die Zahl der Leistungsschwächsten, die nur kurze Texte mit einfachem Vokabular verstehen, ist hingegen in der Bundesrepublik etwas größer als im Schnitt der anderen Industrienationen. Im Rechnen erreicht Deutschland etwas bessere Werte - knapp über dem OECD-Schnitt.

Kommentare (31)

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08.10.2013, 11:55 Uhr

Was haben Finnland und Japan gemeinsam?

2% Ausländeranteil der in homogenen Klassen gute Ausbildung zulässt. Das war übrigens auch der große Vorteil der DDR mit ihrem noch geringeren Ausländeranteil.

Heute müssten sich "überlegene" linke Konzepte mit 50% Ausländeranteil an Ostberliner Grundschulen bewähren und scheiterten unter der rot-roten Landesregierung von 2001-2011 kläglich.

Welche Aussagen trifft denn die OECD zu den Bildungsunterschieden zwischen Gesellschaften mit hohem und niedrigem Migrantenanteil?

Oder geht es ausschließlich um "Bildungschancen" was übersetzt mehr Geld für die staatliche Bildungsindustrie bedeutet?

Account gelöscht!

08.10.2013, 11:58 Uhr

Angesichts Ihrer wirren offtopic-Ergüsse gehören Sie wohl auch zur angesprochenen Problemgruppe, zumindest was das Verstehen von Texten angeht

Account gelöscht!

08.10.2013, 12:01 Uhr

Das Resultat, das mit dieser Überschrift noch sehr geschönt dargestellt wird, kommt jetzt nicht wirklich überraschend, wie man u.a auch am Wahlergebnis ablesen konnte

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