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01.04.2014

11:26 Uhr

Pisa-Test

Deutsche Schüler beim Problemlösen nur Mittelmaß

Wenn es um praktische Dinge geht, sind deutsche Schüler nur Durchschnitt. Beim Bedienen einer Klimaanlage oder eines Reglers sind ihnen die asiatischen Altersgenossen weit überlegen.

Beim diesjährigen Pisa-Test ging es um Alltagsprobleme. dpa

Beim diesjährigen Pisa-Test ging es um Alltagsprobleme.

BerlinSchüler in Deutschland sind beim kreativen Lösen von Problemen international leicht besser als der Durchschnitt. Das ergab der fünfte Pisa-Schulvergleichstest, aus dem neue Ergebnisse am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurden. Dabei landeten deutsche Schüler unter 44 Ländern auf den Rängen 12 bis 21 - unmittelbar vor den USA und Belgien. Spitzenreiter sind Singapur, Korea und Japan.

Die 15-Jährigen in Deutschland blieben aber mit ihren Leistungen hinter den Erwartungen zurück, die nach den Ergebnissen des Vorjahres in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften geweckt worden waren. Dies gilt laut OECD vor allem für das schwächste Drittel der Schülerinnen und Schüler: Von diesen erreichen fast 20 Prozent beim Lösen von Problemen nicht das Basisniveau (Level 2). In Japan und Korea sind dies weniger als 7 Prozent.

Die ideale Schule

Engagierte Lehrer

...fordern 94 Prozent der Lehrer und 92 Prozent der Eltern.

Gut ausgebildete Lehrer

...fordern 85 Prozent der Lehrer und 83 Prozent der Eltern.

Gute Organisation des Schulalltags

...fordern 77 Prozent der Lehrer und 74 Prozent der Eltern.

Klassengröße

Kleine Klassen wünschen sich 76 Prozent der Lehrer und 80 Prozent der Eltern.

Förderung

Eine gezielte Förderung nach Begabung wünschen sich 75 Prozent der Lehrer und 78 Prozent der Eltern.

Platz

Geeignete Räumlichkeiten fordern 72 Prozent der Lehrer und 64 Prozent der Eltern.

Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung auf das Berufsleben ist für 51 Prozent der Lehrer und 67 Prozent der Eltern ein wichtiger Faktor für die ideale Schule.

Fremde Kulturen

Die Möglichkeit zum Schüleraustausch ist für 27 Prozent der Eltern und 39 Prozent der Eltern wichtig.

Zu den leistungsstärksten Problemlösern (Level 5 und 6) gehören in Deutschland rund 13 Prozent der 15-Jährigen. In Japan und Korea sind dies deutlich mehr als 20 Prozent. Dabei schneiden Jungen besser als Mädchen ab. In der Spitzengruppe sind in Deutschland zu 60 Prozent Jungen und nur zu 40 Prozent Mädchen vertreten.

Bei der Auswertung ging es der OECD zufolge um die Fähigkeit zum Lösen von Alltagsproblemen, die mehr als das Abrufen von Schulwissen verlangen. Zu den Aufgaben aus dem interaktiven Test gehörte unter anderem, die Funktionsweise einer Klimaanlage durch das Bedienen von drei nicht beschrifteten Reglern zu erschließen. Eine weitere Prüfungs-Aufgabe bestand darin, die Arbeitsweise eines Staubsaugerroboters anhand seiner Bewegungen auf dem Bildschirm korrekt zu beschreiben.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

01.04.2014, 14:57 Uhr

Deutsche Schüler oder Schüler in Deutschland?? .... man wäre gut beraten, diesbzeüglich klar zu differenzieren, um auch einmal vergleichswürdige PISA-Ergbenisse zu erhalten.

Account gelöscht!

01.04.2014, 14:58 Uhr

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