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14.01.2006

10:26 Uhr

Plädoyer für Blauhelmtruppe mit bis zu 20.000 Soldaten

UN-Gesandter erklärt Friedensstrategie in Darfur für gescheitert

Die Bemühungen um eine Befriedung der sudanesischen Krisenprovinz Darfur sind nach den Worten des UN-Gesandten Jan Pronk gescheitert.

HB NEW YORK. „Nach drei Jahren des Tötens in Darfur müssen wir einräumen, dass unsere bisherige Strategie für einen Frieden versagt hat“, sagte Pronk am Freitag (Ortszeit) vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Benötigt werde eine gestärkte Friedenstruppe mit bis zu 20.000 Soldaten, um die sogenannten Dschandschawid-Milizen zu entwaffnen und eine Rückkehr der über zwei Millionen Flüchtlinge zu ermöglichen.

Bislang ist in Darfur eine Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AU) mit 7.000 Soldaten im Einsatz. Die AU stimmte am Donnerstag jedoch grundsätzlich der Ablösung durch eine UN-Truppe zu. Pronk betonte vor dem Weltsicherheitsrat, die AU habe gute Arbeit geleistet. Um die Angriffe der bewaffneten Reitermilizen auf Dörfer zu stoppen, brauche die Truppe aber mehr Soldaten, eine bessere Ausrüstung und ein robusteres Mandat. Seit dem Ausbruch der Kämpfe Anfang 2003 kamen Schätzungen zufolge 180.000 Menschen ums Leben, viele davon starben an Hunger oder Krankheiten.

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