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02.12.2012

16:06 Uhr

Pläne zum Raketenstart

Nordkorea fordert die Welt heraus

Acht Monate nach einem gescheiterten Raketentest will Nordkorea einen neuen Versuch wagen. Rüstet das Land mit Interkontinentalraketen auf? Offiziell geht es um einen Satellitenstart. Die USA sind skeptisch.

Ein nordkoreanischer Soldat vor einer Rakete. dapd

Ein nordkoreanischer Soldat vor einer Rakete.

SeoulDas kommunistische Nordkorea bietet mit Plänen zu einem Raketenstart den USA und Südkorea die Stirn. Trotz heftiger Kritik an seinem Raketenprogramm und internationaler Sanktionen will das isolierte Land in den kommenden drei Wochen eine mehrstufige Trägerrakete starten. Die Kritiker sehen darin den Test einer atomwaffenfähigen Interkontinentalrakete.

Nordkorea wolle einen „weiteren einsatzfähigen Satelliten“ ins All schießen, meldeten die Staatsmedien am Samstag unter Berufung auf das Komitee für Raumfahrttechnologie. Der Start solle zwischen dem 10. und 22. Dezember erfolgen.

Die USA hielten Nordkorea vor, jeder Raketenstart unter Verwendung der Technologie für ballistische Raketen sei ein Verstoß gegen UN-Resolutionen. „Ein nordkoreanischer "Satelliten"-Start wäre ein hoch provokativer Akt, der den Frieden und die Sicherheit in der Region gefährdet“, erklärte die Sprecherin des US-Außenministeriums Victoria Nuland. Nordkorea müsse seine Verpflichtungen erfüllen. „Die Verwendung knapper Ressourcen zur Entwicklung von Atomwaffen und Langstreckenraketen wird Nordkorea nur noch weiter isolieren und verarmen lassen.“

Auch Südkorea wertete die Startpläne als Provokation. Das Außenministerium in Seoul warf dem Norden vor, erneut eine Langstreckenrakete unter dem Vorwand eines Satellitenstarts testen zu wollen. Das Nachbarland fordere damit eine strikte Reaktion heraus.

Satellitenbilder: Nordkorea will Langstrecken-Rakete starten

Satellitenbilder

Nordkorea vor Raketen-Test

Das zeigen nach Angaben eines US-Instituts neue Satellitenbilder.

Der Raketenstart könnte mit den Gedenkfeiern zum ersten Todestag des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il am 17. Dezember zusammenfallen. Es wäre der zweite größere Raketenstart des Landes seit der Machtübernahme durch Kims noch nicht 30-jährigen Sohn Kim Jong Un. Beobachter vermuten, die neue Führung wolle Stärke demonstrieren. Der Start einer Rakete des Typs Unha-3 im April war fehlgeschlagen; die Rakete war kurz nach dem Start explodiert.

Kommentare (3)

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Observer

02.12.2012, 16:33 Uhr

Nordkorea fordert die Welt heraus
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Was für große Worte!
Gehts auch etwas kleiner?

Aus dem Bauch heraus würde ich sagen ihr (nicht nur beim Handelsblatt) tickt nicht ganz richtig!

Diese ewige Sprache in Extremen nimmt euch doch auf Dauer die Glaubwürdigkeit, weil das Extreme zum Normalen erodiert, dass am Ende keinen mehr interessiert.

Schönen Tach...

Account gelöscht!

02.12.2012, 16:47 Uhr

Das geht doch noch. Bei Bild hieße es:

"Verrückter Korea-Hitler will uns alle mit Mega-Rakete vernichten!"

Aber grundsätzlich haben Sie recht. Auch das HB feiert oft bei einer Dax-Kursplus von 3% ein "Kursfeuerwerk" oder sieht bei -3% den "Dax ins Bodenlose" stürzen. Seriös geht anders.

Account gelöscht!

02.12.2012, 18:42 Uhr

Was ist denn das für eine Headline. Wen interessiert das?

Hätte man etwas kleiner geschrieben: "Nordkorea fordert Westerwelle heraus", das käme spannend rüber.

Hmm, anderseits, jemand herauszufordern der überfordert ist, erfordert wahrlich kein Mut.^^

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