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05.01.2011

00:50 Uhr

Polen

Tusk genehmigt Bau eines Weltkriegs-Museums

Für 120 Mio Euro will Polen ein Museium bauen, das sich mit der deutschen Besatzungszeit während des Zweiten Weltkriegs beschäftigt. 2014 soll der Bau abgeschlossen sein.

120 Mio Euro für Kriegsmuseum: Polens Premier Tusk Quelle: ap

120 Mio Euro für Kriegsmuseum: Polens Premier Tusk

HB WARSCHAU. Die Regierung Polens hat den Bau eines Museums zur Dokumentation der Leiden des polnischen Volks unter der deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs genehmigt. Am Dienstag gab das Kabinett von Ministerpräsident Donald Tusk grünes Licht für das 120-Millionen-Euro-Projekt, das bis 2014 abgeschlossen sein soll.

In dem Museum sollen die Einzelschicksale die Leiden während der fünf Besatzungsjahre veranschaulichen. Über sechs Millionen Polen fielen der deutschen Herrschaft zum Opfer, darunter rund drei Millionen Juden. In Warschau soll außerdem ein Museum zur Darstellung der Geschichte der Juden in Polen entstehen.

Kommentare (8)

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Poilu - ernst gemeint!

05.01.2011, 04:44 Uhr

Wenn dadurch das Gesicht des Nationalismus gezeigt wird ist die Entscheidung zu begrüßen.
Die Gefahr aber dass, durch eine falsche interpretation, gerade polnische Nationalgefühle geweckt werden, darf nicht unterschätzt werden.
Wichtig ist dass gezeigt wird dass auch die Deutsche Opfer des eigenen Nationalismus wurden.

Ondoron

05.01.2011, 09:09 Uhr

Da habe ich ja jetzt großes Verständnis für Erika Steinmann. Wenn man sich ein richtiges bild machen will, muss man wohl zukünftig mehrere Museen aufsuchen. Und die Wahrheit doch nicht finden. Die Wahrheit ist immer national eingefärbt. Und immer die Wahrheit der Sieger!

cefix

05.01.2011, 09:14 Uhr

Wenn ich's richtig verstehe greift sich das Museum nur einen (sicher einen der schwerwiegendsten) der Aspekte des 2. Weltkrieges heraus.
Polen hat als Land zwischen den Mächten Deutschland und Russland stark gelitten - durch beide Mächte. Die Gefahr ist sicher gross, dass das Museum politisch 'benutzt' wird.
Wie übrigens auch das Vertriebenen-Museum der Deutschen.
Geht's hier vielleicht nur um eine Retourkutsche?

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