Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.05.2017

00:24 Uhr

Politiker aus Montenegro festgehalten

Russland rächt sich für EU-Sanktionen

Russland zürnt: Montenegro unterstützt EU-Sanktionen und will Ende Juni der Nato beitreten. Nun wurde ein Politiker aus Montenegro in Moskau am Flughafen festgesetzt – und Russland spricht offen von Vergeltung.

"Betreten verboten"-Schild vor dem Transitbereich des Moskauer Flughafens: Für einen Politiker aus Montenegro endete dort die Reise. dpa

Schild am Moskauer Flughafen

"Betreten verboten"-Schild vor dem Transitbereich des Moskauer Flughafens: Für einen Politiker aus Montenegro endete dort die Reise.

PodgoricaEin führender Politiker der regierenden Sozialisten in Montenegro ist nach eigenen Angaben auf dem Moskauer Flughafen festgehalten worden. Der Abgeordnete Miodrag Vukovic sagte, er habe über Nacht in der Transitzone festgesessen. Er halte dies für einen politisch motivierten Schritt. Vukovic kehrte am Montag nach Montenegro zurück.

Die Regierung des Balkanlandes erklärte, Vukovic habe in Moskau in einen Flug nach Weißrussland umsteigen wollen, sei aber von den Behörden daran gehindert worden. Das sei ein Bruch grundlegender internationaler Regeln und diplomatischer Gepflogenheiten.

Montenegro: Parlament beschließt Nato-Beitritt

Montenegro

Parlament beschließt Nato-Beitritt

Montenegro wird als 29. Mitglied der Nato beitreten. Das montenegrinische Parlament stimmte dem entsprechenden Antrag mehrheitlich zu. Besonders Russland setzt sich gegen eine Mitgliedschaft des kleinen Adriastaates ein.

Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sagte, es handle sich um Vergeltungsmaßnahmen für Sanktionen, die die EU nach der Annexion der Krim verhängt hatte. Montenegro habe sich diesen Schritten angeschlossen. Russland behalte sich dafür Vergeltung vor.

Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind gespannt, weil Montenegro Ende Juni der Nato beitreten will. Russland hat deswegen mit wirtschaftlichen und politischen Vergeltungsschritten gedroht. Montenegros Regierung wirft Moskau vor, hinter einem Putschversuch im Oktober gestanden zu haben. Russland bestreitet das.

Von

ap

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Tomas Maidan

01.06.2017, 18:23 Uhr

Das ist alles ein Mist mit dieser EU! Auch Serbien will ja in die EU eintreten! Dann kriegen wir wieder das gleiche Theater mit Fancy Bear Putin. Wir würden "Regime-Change" betreiben! Und Vitali Klitschko hat von uns eine Schreibmaschine geschenkt bekommen, damit er die Ukraine ans Großdeutsche Reich anschließt... etc. Dieser ganze Unsinn mit der zerfallenden Sowjetunion nervt zu Tode. Vielleicht sollte man wirklich die Mauer wieder aufbauen und die Sowjetunion wieder installieren. Da hätte man endlich wieder Ruhe. Und vielleicht kommt Putin dann wieder zurück nach Dresden - als bienenfleissiges und schweinchenschlaues Spitzeltalent.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×