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11.10.2013

18:34 Uhr

Politische Krise in Argentinien

Don't cry for me Cristina

VonAlexander Busch

Die Notoperation von Präsidentin Cristina Kirchner macht deutlich: Dem kriselndem Argentinien mangelt es an politischen Führungspersonal. Nach dem Ehepaar Kirchner an der Staatsspitze könnte nun ihr Sprössling folgen.

Cristina Fernández de Kirchner: Die mindestens 30-tägige Auszeit der Präsidentin offenbart das Führungs-Dilemma in Argentinien. dpa

Cristina Fernández de Kirchner: Die mindestens 30-tägige Auszeit der Präsidentin offenbart das Führungs-Dilemma in Argentinien.

São PauloKaum wurde in Buenos Aires verkündet, dass die Präsidentin Cristina Kirchner wegen der Operation eines Blutgerinnsels im Gehirn für 30 Tage von ihrem Amt pausieren würde, da kursierten in der klatschsüchtigen Hauptstadt sofort die wildesten Gerüchte und Analysen, was hinter dem Eingriff und der Pause vom Präsidentenamt wirklich stecken könnte.

Eine der kühnsten Interpretationen: Die 60-jährige Cristina Kirchner könnte ihre angeschlagene Gesundheit nutzen, um elegant ihren Abgang von der politischen Bühne vorzubereiten. Denn die streitbare Präsidentin hat sich in den letzten Monaten an mehreren Fronten verrannt – und weiß nicht mehr wie sie die angesammelten Probleme lösen soll.

Einerseits ist ihre Popularität in der Bevölkerung inzwischen so stark geschrumpft, dass sie bei den Kongresswahlen Ende des Monats sogar ihre Mehrheit im Abgeordnetenhaus und Senat verlieren könnte. Eigentlich war ihr Plan, bei den Wahlen zur Legislative die absolute Mehrheit zu gewinnen, um damit den Weg frei zu machen für eine Verfassungsänderung, die ihr ein drittes Mandat ermöglichen würde.

Fernández de Kirchner: Argentiniens Präsidentin Bluterguss im Kopf entfernt

Fernández de Kirchner

Argentiniens Präsidentin Bluterguss im Kopf entfernt

Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner wurde wegen eines Blutergusses im Schädel operiert. Unklar ist allerdings, ob sie ihrem umstrittenen Vize-Präsidenten formell alle Vollmachten übergeben hat.

Doch eine Niederlage ist jetzt ziemlich wahrscheinlich. Es sei denn, die Operation verschafft ihr bei den emotionalen Argentiniern neue Sympathien. Wie das etwa Carlos Menem, dem Ex-Präsidenten in den neunziger Jahren einmal gelang. Zumal Cristina Kirchner auch schon bisher als Witwe ihres vor vier Jahren verstorbenen Mannes und Amtsvorgängers Nestór Kirchner von einem Mitleidsbonus in der Bevölkerung profitiert.

Am stärksten belastet die Präsidentin in den Umfragen jedoch die verfahrene Wirtschaftslage: Denn nach dem offiziellen, von der Präsidentin gezeichneten Bild, geht es Argentinien blendend: Das Land wächst schneller als China. Die Inflation ist unter Kontrolle. Die Armut fast vollständig beseitigt.

Doch die Realität sieht anders aus: Die Wirtschaft stagniert mehr oder weniger. Die Inflation ist mit rund 30 Prozent kaum noch zu bändigen. 40 Prozent der argentinischen Jugendlichen wachsen in Armut auf. Doch die Präsidentin manipuliert schamlos die öffentlichen Zahlen, wie es ihr am besten in den politischen Kalender passt.

Kommentare (6)

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Observer

11.10.2013, 21:00 Uhr

Nachdem vielen Lesern hier die Situation in den USA und Europa recht gut bekannt ist, jedoch Siue Herr Busch offensichtlich nicht, fragen diese aufgeklaerten Buerger, ob Sie mit ihrem Bericht vielleicht nicht die USA und Europa beschrieben haben?
Wo ist denn bitte, der Unterschied zu Argentinien?
Wer ueber ein Land schreibt, das er nur ueber den Globus kennengelernt hat und sein eigenes Land nicht mal kennt und dessen Situation, dem fehlt doch jegliche Legitimation so einen Bericht abzuliefern! Von wem haben sie abgeschrieben, vielleicht von einem der Verschwoerungstheoretikern gegen die US/EURO Situation?

whisky

11.10.2013, 22:47 Uhr

06.05.2010 - vor ca. 3 1/2 Jahren:
"Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner hat Griechenland vor den Folgen drakonischer Sparmaßnahmen gewarnt: "Das wird böse enden", prophezeite sie am Donnerstag in Buenos Aires. Griechenland würden nun "die selben Rezepte aufgezwungen" wie 2001 Argentinien, betonte die peronistische Politikerin."
War natürlich völliger Blödsinn. Oder wie?
http://www.ad-hoc-news.de/argentinien-warnt-griechenland-das-wird-boese-enden--/de/News/21280094

adios_amigos

11.10.2013, 23:49 Uhr

'Doch die Realität sieht anders aus: Die Wirtschaft stagniert mehr oder weniger. Die Inflation ist mit rund 30 Prozent kaum noch zu bändigen. 40 Prozent der argentinischen Jugendlichen wachsen in Armut auf. Doch die Präsidentin manipuliert schamlos die öffentlichen Zahlen, wie es ihr am besten in den politischen Kalender passt.'

Das kennen wir doch bereits aus der Ära PINOCHET: ....nur diesmal wird das ganze durch eine FRAU verharmlost !!!

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