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13.09.2012

11:55 Uhr

Politische Reaktionen

Frankreichs Politik tut sich schwer mit Fusion

VonTanja Kuchenbecker, Katharina Slodczyk, Michael Inacker, Dietmar Neuerer

Die Regierungen in Berlin und London haben keine Einwände gegen die Fusion von EADS und BAE, doch Paris zögert. Die deutschen Gewerkschaften sind kurzfristig zufrieden, sehen auf lange Sicht aber Gefahren in der Branche.

EADS präsentiert in Le Bourget ein Modell des Airbus A 350 XWB. AFP

EADS präsentiert in Le Bourget ein Modell des Airbus A 350 XWB.

Berlin, Paris, LondonDie Reaktionen aus Frankreich auf die geplante Fusion des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, der Mutterkonzern von Airbus, und seines britischen Konkurrenten BAE Systems sind verhalten. Erst am späten Mittwoch Abend, Stunden nachdem die Pläne für die größte Branchenkonsolidierung seit der Gründung von EADS vor zwölf Jahren schon offiziell bekannt waren, hatte sich die Pariser Regierung – und sagte fast nichts. Dagegen kommt aus Berlin und London, den anderen beteiligten Ländern, breite Zustimmung.

Nach Informationen aus dem Umfeld der beteiligten Unternehmen sind die von dem Fusionsvorhaben betroffenen Regierungen bereits vor etlichen Wochen und damit zu einem sehr frühen Stadium der Verhandlungen informiert worden.

Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici erklärte, er nehme eine mögliche Annäherung zur Kenntnis. Der Staat werde sich im geeigneten Moment zu den Absprachen über die EADS-Führung äußern. Das klang noch nicht nach einer endgültigen Zustimmung.  Auch Arnaud Montebourg, Minister für den wirtschaftlichen Aufschwung, erklärte, man wolle keinen Kommentar abgeben, um die „Vertraulichkeit“ der Verhandlungen zu wahren. Wirtschaftszeitungen wie „Les Echos“ interpretierten, dass die Regierung von der frühzeitigen Bekanntgabe überrumpelt wurde und nicht begeistert war.

Auch EADS-Großaktionärs Arnaud Lagardère wollte das Vorhaben erst gar nicht kommentieren, offiziell kam eine Reaktion erst am Donnerstag morgen. Bevor man die Zustimmung gebe, wolle Lagardère sich erst vergewissern, dass alle mit der Annäherung verbundenen Konsequenzen bei den Bedingungen beachtet wurden. Der Konzern stellte klar, dass das Projekt noch nicht die Zustimmung der Verwaltungsräte von EADS und Sogeade habe.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

13.09.2012, 12:24 Uhr

Ich denke mal, der Franzose wird über Direktbeteiligungen und Mittelsmänner seinen Einfluß in dem Unternehmen EADSBAE sichern. Das Geld dafür liefert ja Herr Draghi in unbegrenzter Menge.

Während Frau Merkel wieder mal dumm danebensteht und später alles schön findet und alles Europa.

Freie_Waehler

13.09.2012, 13:05 Uhr

"Da Airbus stark in Toulouse angesiedelt ist, könnte das Rüstungsgeschäft nach England gehen" also Cassidian wird in England zukünftig den Hauptsitz haben. Das erklärt auch warum erst 2 Woichen vorher der Cassidian Chef in München gefeuert wurde. Es wird die Unliver Fusion. EADS B.V. und EADS PLC.
EADS B.V. mit
operativen Sitz Toulouse und
Eurocopter HQ
Airbus HQ
Astrium HQ in Frankreich

EADS PLC. mit
Cassidian HQ
und Ländergesellschaften
in England

Deutschland?
Nur noch Ländergesellschaften ähnlich
Coca-Cola, wo man abfüllt, zusammenschraubt und verkauft.

Waehlerin

13.09.2012, 13:31 Uhr

Weenn man krankhaft gegen alles ist, Flughäfen, Militär und anderes mehr, darf man sich nicht wundern!

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