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24.09.2012

09:04 Uhr

Politskandal in China

Gericht verurteilt „Super-Polizist“ zu 15 Jahren Haft

Der chinesische Politskandal um den Spitzenpolitiker Bo Xilai geht in eine neue Runde. Ein Gericht verurteilte den Polizeichef, der die Affäre ins Rollen gebracht hatte, zu 15 Jahren Gefängnis.

Der frühere Polizeichef der chinesischen 30-Millionen-Metropole Chongqing, Wang Lijun. dpa

Der frühere Polizeichef der chinesischen 30-Millionen-Metropole Chongqing, Wang Lijun.

PekingDie Schlüsselfigur im Skandal um den entmachteten chinesischen Spitzenpolitiker Bo Xilai ist zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Der „Super-Bulle“ Wang Lijun, der die Affäre ins Rollen gebracht hatte, wurde am Montag von einem Gericht in der südwestchinesischen Stadt Chengdu der Bestechlichkeit, Rechtsbeugung, Fahnenflucht und des Machtmissbrauchs für schuldig befunden.

Der ehemalige Polizeichef und Vizebürgermeister der Metropole Chongqing akzeptiere die Strafe und wolle keine Berufung einlegen, berichtete das chinesische Staatsfernsehen. Mit seinen Enthüllungen hatte der 52-Jährige im Frühjahr die größte Krise in der jüngeren Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas ausgelöst.

In dem Politkrimi war der mächtige Parteichef von Chongqing, Bo Xilai, im März gestürzt worden. Die Partei ermittelt gegen ihn wegen „schwerer disziplinarischer Verstöße“. Seine Ehefrau Gu Kailai erhielt im August wegen Mordes an dem befreundeten britischen Geschäftsmann Neil Heywood ein Todesurteil auf Bewährung.

In dem Prozess gegen den Polizeichef war auch der Verdacht aufgekommen, dass der gestürzte Parteichef möglicherweise den Mord seiner Frau gedeckt haben könnte.

Von

dpa

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