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02.03.2013

09:50 Uhr

Polnischer Ex-Präsident

Walesa würde Homosexuelle in letzte Reihe des Parlaments setzen

Laut Friedensnobelpreisträger Lech Walesa sollten homosexuelle Abgeordnete in der letzten Reihe des Parlaments sitzen – oder „hinter einer Mauer“. Er wolle nicht, dass die Minderheit seinen Nachfahren den Kopf verdrehe.

Der frühere polnische Präsident Lech Walesa will homosexuelle Abgeordnete in die letzte Reihe des Parlaments verbannen – oder gleich hinter eine Mauer. ap

Der frühere polnische Präsident Lech Walesa will homosexuelle Abgeordnete in die letzte Reihe des Parlaments verbannen – oder gleich hinter eine Mauer.

WarschauDer einstige polnische Arbeiterführer Lech Walesa hat sich in der Diskussion um Homo-Ehen gegen angeblich zu weitreichende Forderungen Homosexueller ausgesprochen. „Sie müssen wissen, dass sie eine Minderheit sind und sich mit kleinen Dingen abfinden müssen, aber nicht nach Gipfeln streben sollen“, sagte er am Freitagabend im polnischen Fernsehsender TVN 24.

Nach Walesas Meinung sollten homosexuelle Abgeordnete im Parlament in der letzten Reihe sitzen. Der streng gläubige Katholik bejahte damit eine entsprechende Frage eines Journalisten: Homosexuelle sollten im Parlament „nahe der Mauer oder sogar hinter einer Mauer“ sitzen, sagte der Friedensnobelpreisträger. Auch Demonstrationen von Schwulen und Lesben sollten nicht im Stadtzentrum, sondern in Außenbezirken stattfinden. „Ich will nicht, dass diese Minderheit – mit der ich nicht einverstanden bin, die ich aber toleriere und verstehe – auf der Straße demonstriert und meinen Kindern und Enkeln den Kopf verdreht.“

„Wir respektieren die Mehrheit, wir respektieren die Demokratie“, sagte der frühere Gewerkschaftsführer. Das einzige, was es gebe, sei aber „eine Minderheit, die auf uns herum trampelt“, beklagte Walesa.

In Polen ist ein politischer Streit um eingetragene Partnerschaften für homosexuelle Paare entbrannt. Die liberalkonservative Regierung und die Linksopposition bereiten dazu Gesetzesinitiativen vor. Dagegen lehnen nationalkonservative Politiker rechtliche Verbesserungen für schwule und lesbische Paare ab. Das polnische Parlament hatte es Ende Januar abgelehnt, homosexuelle Lebenspartnerschaften einzuführen. Unter den Abgeordneten ist derzeit ein bekennender Schwuler sowie ein Transsexueller.

Von

afp

Kommentare (14)

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Vicario

02.03.2013, 10:29 Uhr

Von der Redaktion gelöscht.

Bleiben Sie bitte sachlich und halten sich an die Netiquette!

Account gelöscht!

02.03.2013, 10:35 Uhr

Jetzt sieht man, dass es natürlich überhaupt keine Diskriminierung gegenüber Homosexuelle gibt! Herr Walesa soll sich mit der Geschichte von Rosa Parks auseinandersetzten-da sieht man wie effektiv es ist Leute zu zwingen, hinten im Bus zu sitzen oder hinter Mauern.

Account gelöscht!

02.03.2013, 10:55 Uhr


was für ein dummer und widerlicher Kommentar!

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