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05.03.2013

23:47 Uhr

Porträt Chavez

Ikone der Linken in Lateinamerika

Hugo Chávez hat viele Schlachten geschlagen, die gegen den Krebs hat er verloren. Die „Bolivarische Revolution“ ist sein politisches Erbe. Seinen „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ müssen nun andere fortsetzen.

Hugo Chávez

Venezuelas Präsident tot

Hugo Chávez: Venezuelas Präsident tot

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CaracasStreitbar und umstritten, geliebt und gehasst: Hugo Chávez war neben seinem Ziehvater Fidel Castro die Ikone der Linken in Lateinamerika. Seit 1999 steuerte er Venezuela auf Kurs Sozialismus, und die meisten seiner Landsleute folgten dem „Vater der Nation“. Vor allem die Chavistas in den Armenvierteln zeigten ihrem „Primer Mandatario“ oft bedingungslose Treue. Der Ex-Militär war sicher kein Paradebeispiel eines seriösen Politikers und auch kein Vorzeigedemokrat europäischen Maßstabes. Aber die Mehrheit stand hinter ihm. Daran ließ die Wahl am 7. Oktober 2012, rund fünf Monate vor seinem Tod, keinen Zweifel.

Dabei keimte für viele Unterstützer noch am 18. Februar Hoffnung auf, als der 58-Jährige nach über zwei Monaten aus Kuba zurückkehrte. „Wir sind in der venezolanischen Heimat zurück. Danke, mein Gott! Danke, geliebtes Volk!“, twitterte Chávez nach seiner Ankunft. Es stiegen Freuden-Raketen in den Himmel von Caracas. Seitdem war Chávez im Militärkrankenhaus „Dr. Carlos Arvelo“. Doch was einigen schon schwante, traf dann doch ein: Der Comandante kam wohl letztlich zum Sterben in seine Heimat.

Sein Leben war ein steter Kampf, und wenn Menschen nach ihren Freunden und Feinden beurteilt werden, dann war die Liste von Chávez aussagekräftig. Sein Lieblingsfeind war bis zuletzt die US-Regierung, die der wortgewaltige Venezolaner aufs Korn nahm und die für ihn nur das „Yankee-Imperium“ war. Freundschaften pflegte der Ex-Oberstleutnant hingegen in seiner Regierungszeit zu zweifelhaften Kollegen, wie Mahmud Ahmadinedschad (Iran), Syriens Baschar al-Assad, Libyens Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi und Alexander Lukaschenko (Weißrussland). Die Castros auf Kuba waren bis zur allerletzten Stunde engste Weggefährten.

Stationen im Leben von Hugo Chavez

Februar 1992

Der noch unbekannte Oberstleutnant Hugo Chávez führt einen Putschversuch gegen den Präsidenten Carlos Andrés Pérez an. Er scheitert und kommt für zwei Jahre ins Gefängnis.

Dezember 1998

Chávez gewinnt die Präsidentenwahl mit deutlicher Mehrheit. Im Februar 1999 übernimmt er mit 44 Jahren als bisher jüngster Präsident das Amt des Staatschefs.

Juli 2000

Chávez wird als Staatspräsident mit absoluter Mehrheit bestätigt. Die Neuwahl war nach dem Inkrafttreten der neuen „Bolivarischen Verfassung“ notwendig geworden.

April 2002

Chávez wird nach blutigen Massenprotesten durch einen Putsch, der von einer militärisch-bürgerlichen Bewegung angeführt wird, gestürzt. Nur zwei Tage später erobert er die Macht zurück.

Februar 2003

Ein im Dezember 2002 begonnener Generalstreik wird nach 63 Tagen von der Oppositionsbewegung beendet, ohne den Rücktritt von Chávez erreicht zu haben.

August 2004

Internationale Wahlbeobachter bestätigen den Sieg des Präsidenten bei einer Volksabstimmung über seinen Verbleib im Amt.

Dezember 2006

Bei der von den wichtigsten Oppositionsparteien boykottierten Parlamentswahl gewinnt die Regierungskoalition alle 167 Sitze in der Nationalversammlung.

Dezember 2006

Chávez wird für eine weitere sechsjährige Amtszeit gewählt. Kritiker werfen ihm einen diktaturähnlichen Regierungsstil vor.

Februar 2009

Bei einem Referendum stimmt die Mehrheit für eine Verfassungsänderung, wodurch alle gewählten Amtsinhaber beliebig oft zur Wiederwahl antreten dürfen.

November 2009

Chávez und Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad bekräftigen in Caracas ihre „strategische Allianz“.

Oktober 2012

Chávez setzt sich in der Präsidentenwahl mit gut 55 Prozent der Stimmen durch.

Dezember 2012

Der an Krebs erkrankte Staatspräsident wird am 11. Dezember zum vierten Mal innerhalb von eineinhalb Jahren in Kuba operiert. Im Juni 2011 war bei ihm ein Krebsgeschwür in der Beckengegend gefunden worden.

März 2013

Am 1. März bestätigt Vize-Präsident Nicolás Maduro, dass Chávez erneut mit Chemotherapie behandelt wird. Am 4. März berichtet Informationsminister Erneste Villegas von einen „neuen schweren (Atemwegs-) Infektion“ infolge des geschwächten Immunsystems. Hugo Chávez stirbt am Dienstag im Alter von 58 Jahren.

Die meisten seiner Landsleute störten diese illustren Beziehungen wenig. Auch wenn die Opposition in Venezuela Sturm lief gegen die Chavistas und deren Mission der bolivarischen Revolution, konnte sich Chávez trotz aller Unkenrufe auf seine Klientel, die Armen im Land verlassen. 1999 trat er mit 44 Jahren als jüngster Präsident Venezuelas das Amt erstmals an. Nach der Annahme einer neuen Verfassung gewann Chávez auch 2000 mit klarer Mehrheit die Präsidentschaftswahl. 2002 überstand er einen Putsch. 2006 gewann er die nächste Wahl und am 7. Oktober triumphierte er mit über 55 Prozent so klar, dass die Opposition den Sieg rückhaltlos anerkannte.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

06.03.2013, 01:58 Uhr

Bleibt zu hoffen, dass nach dem Tod dieses Irren dem Land noch genug Zeit bleibt um zur Marktwirtschaft zurückzukehren, bevor das Öl alle ist.
Ansonsten wird das Land wie Nordkorea in Armut und menschenunwürdigen Lebensverhältnissen versinken.

Frank3

06.03.2013, 05:30 Uhr

und SO AUSSEHEN WIE USA , mit MORD und TODSCHLAG .
ALLEIN in San Francisco, mit SCHÄRFSTEN WAFFENGESETZ , SCHON 500 MORDE , bis VOHERIGE WOCHE .


ATHEIST SICH Gott
SOUVERÄN
Frank Frädrich WILL AUCH WAHRHEITEN WISSEN WELCHE NURNOCH 4 IM ZUSAMMENHANG WISSEN

Account gelöscht!

06.03.2013, 07:57 Uhr

Vielen Dank für den fairen Artikel.

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