Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.04.2012

21:07 Uhr

Portugal

IWF gibt über fünf Milliarden Euro frei

Portugal hat bei seinen Reformen Fortschritte gemacht und bewährte sich auch wieder am Kapitalmarkt. Der IWF gab für das angeschlagene Euroland nun mehr als fünf Milliarden Euro aus dem Rettungsprogramm frei.

Die Finanzmärkte bewerten die Entwicklung in Portugal positiv. dpa

Die Finanzmärkte bewerten die Entwicklung in Portugal positiv.

Brüssel/Helsinki/Lissabon/WashingtonDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat grünes Licht für die Auszahlung von 5,2 Milliarden Euro aus dem Rettungsprogramm für Portugal gegeben. Der IWF attestierte dem Land am Mittwoch Fortschritte bei Haushaltsreformen wie dem Umbau staatlicher Unternehmen. Auch die Finanzmärkte bewerten die Entwicklung in Portugal derzeit positiv: Das Land konnte sich zuletzt auch am Kapitalmarkt wieder Kredite beschaffen. Das Nachbarland Spanien dagegen hat zuletzt deutlich an Glaubwürdigkeit eingebüßt.

Dem angeschlagenen Euroland gelang am Mittwoch ein erster Härtetest am Finanzmarkt seit der Inanspruchnahme des Euro-Rettungsschirms. Unter den Hammer kamen 18-monatige Geldmarktpapiere, die bei der Versteigerung auf reges Interesse der Investoren stießen. Eine Milliarde Euro floss dabei nach Angaben der Schuldenagentur Portugals in die Staatskasse. Bei einer 2,6-fachen Überzeichnung hätte der hoch verschuldete Staat mehr als doppelt so viele Papiere wie anvisiert losschlagen können. Allerdings lag die Verzinsung mit 4,537 Prozent vergleichsweise hoch. Bezogen auf die länger laufenden Staatsanleihen ist Portugal aber wegen der Hilfsmilliarden noch nicht auf die Staatsfinanzierung über die Finanzmärkte angewiesen.

Das Rettungsprogramm von EU und IWF für Portugal umfasst insgesamt 78 Milliarden Euro. EU-Währungskommissar Olli Rehn hält jedoch zusätzliche Hilfen für denkbar. Die EU sollte bereit ein, irgendwann in der Zukunft mehr Hilfen für das Land zur Verfügung zu stellen. Der Finne sagte zu dem finnischen TV-Sender MTV 3: „Für die EU ist es weise, vorbereitet zu sein, dass eine Art Brücke gebaut werden muss, wenn Portugal an die Märkte zurückkommt.“ Auf Details ging Rehn nicht ein.

Der Sprecher Rehns sagte am Mittwoch in Brüssel, nach bisherigen Plänen werde Lissabon 2014 wieder komplett auf die Finanzierung der Märkte angewiesen sein. Rehns Bemerkung sei als ein Ausdruck der Verpflichtung der Kommission gegenüber Lissabon zu verstehen. „Portugal hat und wird die Unterstützung der Kommission und der (EU-) Institutionen haben.“ Der Sprecher sagte: „Das Programm ist auf der Spur.“ Auf den Märkten war darüber spekuliert worden, dass das Programm wegen der schlechten Konjunkturlage möglicherweise nicht reichen könnte. Der Vize-Chef der EU-Delegation zur Überwachung Portugals, Peter Weiss, hatte erst am Dienstag gesagt, Portugal werde nach Annahme der Behörde kein zweites Unterstützungsprogramm benötigen.

Von

rtr

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

TABU

04.04.2012, 18:52 Uhr

Nun ja, wir müssen weiterhin die schuldenmachenden Staaten unsere Guthaben und unser Vermögen überlassen, dass werden unsere Politiker uns schon wegnehmen (Enteignung).
Leider ist das Fakt, weil der deutsche Bürger unmündig und dumm ist.
Schlaf weiter, dein Erwachen wird ein Albtraum sein, dann ist es zu spät.

Der_Henker

04.04.2012, 19:29 Uhr

Da hilft kein Meckern !

Die Deutschen dürfen die jetzigen Parteien einfach nicht mehr wählen .

CDU , SPD, FDP, GRÜNE sind out !

Es müssen regierungsfähige neue Parteien her u.das muß schon 2013 in die Tüte .

Wo sind die Organisatoren , die das Deutsche Volk retten
vor diesen fanatischen Politikern .

Der Wähler läßt sich doch von christlich u. sozial (CDU ,SPD) blenden .

Diese Parteien regieren bewußt gegen den Bürger um eine
bestimmte Klientel (Banker ,Unternehmer ,Reiche )
in ihren Planungen (NWO) zu unterstützen .

Account gelöscht!

04.04.2012, 19:33 Uhr

Na und, und wenn schon !

Nach GRE hat man genug Erfahrungswerte und es steht zum Glück ein erprobter und einsatzbereiter " Instrumentenkasten " mit ESM, EFSF und (demnächst) auch Euro-(oder EU-)Bonds zur Verfügung - gut so.

Also, so what ?!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×