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24.03.2017

17:16 Uhr

Portugal

Niedrigstes Defizit seit Jahrzehnten

Portugals Defizit liegt aktuell auf dem niedrigsten Niveau seit 1974. Es beläuft sich auf 2,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und unterschreitet damit die ausgehandelte EU-Marke von 2,5 Prozent.

Im Jahr 2015 lag das Defizit Portugals noch bei 4,4 Prozent und somit deutlich über den Vorgaben der EU.  Doch in den vergangenen drei Jahren ist die portugiesische Wirtschaft stetig gewachsen. dpa

Positivtrend in Portugal

Im Jahr 2015 lag das Defizit Portugals noch bei 4,4 Prozent und somit deutlich über den Vorgaben der EU. Doch in den vergangenen drei Jahren ist die portugiesische Wirtschaft stetig gewachsen.

LissabonPortugal hat im vergangenen Jahr so wenige neue Schulden angehäuft wie noch nie seit der Rückkehr zur Demokratie 1974. Das Defizit belief sich auf 2,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, wie das Statistikamt am Freitag in Lissabon mitteilte. Damit wurde die mit der EU-Kommission für das vergangene Jahr ausgehandelte Marke von 2,5 Prozent von der sozialistischen Minderheitsregierung eingehalten. 2015 lag die Neuverschuldung mit 4,4 Prozent noch klar über der in den EU-Verträgen festgelegten Obergrenze von drei Prozent. Für das laufende Jahr erwartet das Statistikamt einen weiteren Rückgang auf 1,6 Prozent.

Portugal: Staatsverschuldung nimmt wieder zu

Portugal

Staatsverschuldung nimmt wieder zu

Die Staatsverschuldung in Portugal ist im vergangenen Jahr auf 130,5 Prozent der Wirtschaftsleistung gestiegen. Das teilte die portugiesische Zentralbank am Dienstag mit. Die Regierung hatte mit 127,7 Prozent gerechnet.

Die portugiesische Wirtschaft ist zuletzt drei Jahre in Folge gewachsen. Portugal, das 2014 nach einer schweren Krise ein internationales Rettungsprogramm verlassen konnte, zählt zusammen mit Italien zu den am höchsten verschuldeten Volkswirtschaften in der Euro-Zone hinter Griechenland - vor allem weil 2014 und 2015 zwei Banken mit Steuergeldern gerettet werden mussten. Die Verbindlichkeiten summieren sich auf 130,4 Prozent der Wirtschaftsleistung. „Erst wenn der Schuldenstand im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt sinkt, kann von einer Verbesserung der wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen gesprochen werden“, sagte Analyst Filipe Garcia vom Finanzhaus Informacao de Mercados Financeiros. Das Statistikamt rechnet für dieses Jahr mit einem Rückgang auf 128,5 Prozent.

Von neuen Einschnitte bei den öffentlichen Investitionen raten Experten ab. "Es wäre besorgniserregend, wenn das für die Haushaltssanierung benötigt wird", sagte Ökonom Jose Cerdeira von der Banco BPI.

Von

rtr

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