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20.04.2011

16:59 Uhr

Portugal-Rettung

Wird Finnland zum Stolperstein?

Der Parteichef der rechtspopulistischen Wahren Finnen hält eine Kursänderung bei der Portugal-Rettung für möglich. Neben dem geplanten Rettungspaket gäbe es noch "ganz andere" Lösungen.

Die Wahren Finnen unter ihrem Parteichef Timo Soini könnten bald zur finnischen Regierung gehören. Quelle: dapd

Die Wahren Finnen unter ihrem Parteichef Timo Soini könnten bald zur finnischen Regierung gehören.

Helsinki Die euro-skeptischen Wahren Finnen rechnen auf dem nächsten Treffen der Euro-Finanzminister mit einer veränderten Haltung zum Rettungspaket für Portugal. Bei der Zusammenkunft am 16. Mai könnten „ganz andere“ Lösungen für Portugals Schuldenkrise diskutiert werden als das derzeitig geplante Paket, sagte Parteichef Timo Soini am Mittwoch. Wie diese Lösungen aussehen könnten, sagte Soini nicht. Er hoffe, dass die neue Regierung bis zur Abstimmung über die Portugal-Hilfen stehe.

Die rechtspopulistischen Wahren Finnen konnten bei der Parlamentswahl einen Wahlerfolg verbuchen und sind nun drittstärkste Kraft im Parlament. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden sie an der neuen Regierung beteiligt. Damit droht möglicherweise eine Blockade des EU-Rettungspakets für Portugal.

Die Euro-Skeptiker haben sich klar dagegen ausgesprochen. Das finnische Parlament muss über das Paket abstimmen. Dabei haben die Wahren Finnen seit ihrem Wahlerfolg ein gewichtiges Wort mitzureden. Von Reuters befragte Analysten in Finnland gehen mehrheitlich davon aus, dass die Wahren Finnen in die Koalition eintreten werden werden. Sie rechnen aber nicht damit, dass das nordische Land zum Stolperstein für Portugal wird.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Hoffentlich_stoppen_sie_den_Wahn

20.04.2011, 21:34 Uhr

Hoffentlich stoppen die Finnen diesen tödlichen Mega-Giga-Tera-Verschuldungswahnsinn der EUdSSR-Apparatschicks und ihrer 5 EU-Blockflötenparteien in Berlin !
.
Das kleine finnische Volk hat schon früher überlegene Gegner in Schach gehalten. Dacapo al fine !

WFriedrich

21.04.2011, 09:42 Uhr

Worauf zielt das Attribut "populistisch" eigentlich ab? Wer den politischen Gegner damit beschimpft, sollte sich fragen, ob die selektive Beurteilung von Menschen nach der Form, statt nach Inhalten gerechtfertigt ist. Fakt ist doch, dass sich die EU in den letzten Jahren versteuert hat und folgerichtig nicht mehr den überwältigenden Zuspruch erfährt, wie vor 20 Jahren. Den Kritikern, die als "rechtspopulitisch" verunglimpft werden, kann der Vorwurf gemacht werden, gegen Symptome, aber nicht gegen Ursachen zu streiten. Die EU benötigt eine Generalkur, an deren Ende vermittelbare Ziele von Ramschladenprogrammvielfalt unterschieden wird.

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