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15.01.2005

11:51 Uhr

Powell besorgt über Lage im Nahen Osten

USA: Abbas muss gegen Terroristen vorgehen

Nach dem jüngsten palästinensischen Anschlag im Gazastreifen hat sich der scheidende US-Außenminister Powell besorgt über die Lage im Nahen Osten geäußert. Auch die EU forderte, gegen Gewalt vorzugehen.

HB BERLIN. Der amerikanische Außenminister Colin Powell hat sich angesichts des von Israel einseitig angeordneten Abbruchs aller Kontakte zum designierten Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas besorgt gezeigt. Er hoffe, das sei nur vorübergehend«, sagte Powell in einem Radiointerview.

Zugleich forderte er Abbas auf, entschlossen gegen die Gewalt in den Palästinensergebieten vorzugehen. Mit Blick auf den Anschlag militanter Palästinenser im Gazastreifen mit sechs toten Israelis sagte Powell, Abbas müsse »diese Terroristen unter Kontrolle bringen«. Der Terror werde letztlich nichts erreichen und bringe die Palästinenser auch ihrem Ziel, einen eigenen Staat zu haben, nicht näher. Powell kündigte an, dass die USA die neue Führung bei der Neuorganisation der Sicherheitsbehörden unterstützen werde.

Auch der EU-Außenbeauftragte Javier Solana forderte Abbas auf, gegen die Gewalt einzuschreiten. «Der scheußliche Anschlag in Gaza zeigt, dass die Terroristen noch keine Ruhe geben wollen», schreibt Solana in einem Gastbeitrag für die «Bild am Sonntag». Abbas müsse einschreiten. Auch dazu hätten ihm die Palästinenser den Auftrag gegeben. Solana appellierte zugleich an Israel, Abbas «trotz allen Schmerzes» eine Chance zu geben.

Abbas hatte es zuvor abgelehnt, mit Gewalt gegen die radikalen Gruppen vorzugehen. Er wolle stattdessen mit ihnen einen Waffenstillstand aushandeln.

Abbas soll am heitigen Samstag als Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde vereidigt werden.

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