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06.12.2014

16:12 Uhr

Präsenz am Golf

Großbritannien baut Militärbasis in Bahrain

Das britische Militär baut einen Marinestützpunkt in Bahrain. Damit ist Londons Armee erstmals seit 1971 permanent am Golf vertreten. Der „Krieg gegen den Terror“ mache dies notwendig, hieß es aus Sicherheitskreisen.

Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon: „Wir werden nun wieder langfristig im Golf stationiert sein.“ Reuters

Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon: „Wir werden nun wieder langfristig im Golf stationiert sein.“

ManamaGroßbritannien öffnet in Bahrain einen eigenen Marinestützpunkt - und wird damit erstmals seit 1971 wieder über eine permanente Militärbasis in der Golfregion verfügen. Das entsprechende Abkommen zeige die Entschlossenheit beider Länder, „angesichts der herausfordernden Umstände für regionale Sicherheit und Stabilität zu sorgen“, erklärte Bahrains Außenminister Scheich Chalid am Samstag. „Wir werden nun wieder langfristig im Golf stationiert sein“, sagte sein britischer Kollege Michael Fallon.

Das Abkommen wurde bei der jährlichen Sicherheitskonferenz Manama Dialogue unter Dach und Fach gebracht. Für 15 Millionen Pfund (19 Millionen Euro) wird im Hafen von Bahrains Hauptstadt eine Marinebasis gebaut. Die Briten haben dort zur Zeit schon vier Minensucher, die allerdings in US-Einrichtungen angedockt sind. Die eigene Basis solle Platz für weitere und größere Kriegsschiffe schaffen, sagte Fallon.

Bahrain, ein kleiner Inselstaat im Persischen Golf vor der Küste Saudi-Arabiens, ist ein wichtiger Verbündeter des Westens. In Manama ist auch die Fünfte US-Flotte stationiert. Bahrain und Großbritannien beteiligen sich an der US-geführten Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak und Syrien.

Bahrains Kronprinz Salman bin Hamad al-Chalifa rief am Freitag zur Eröffnung des Manama Dialogue dazu auf, im Kampf gegen den IS statt vom „Krieg gegen den Terror“ künftig vom Krieg gegen eine "böse Theokratie" zu sprechen. An der mehrtägigen Sicherheitskonferenz nehmen Verteidigungsminister, Militärvertreter und Sicherheitsexperten aus der ganzen Welt teil.

Von

afp

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