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08.10.2013

08:23 Uhr

Präsident Karsai

Nato hat Afghanistan „viel Leid gebracht“

Bis Ende 2014 sollen die Nato-Kampftruppen aus Afghanistan abgezogen sein. Präsident Karsai kritisierte jetzt den Einsatz des Westens in seinem Land. Im britischen Fernsehen beklagte er den „Verlust zahlreicher Leben“.

Afghanistans Präsident Hamid Karsai: „Wir wollten absolute Sicherheit und einen klar umrissenen Krieg gegen den Terrorismus.“ dpa

Afghanistans Präsident Hamid Karsai: „Wir wollten absolute Sicherheit und einen klar umrissenen Krieg gegen den Terrorismus.“

Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat eine negative Bilanz des internationalen Militäreinsatzes in seinem Land gezogen. Der NATO-Einsatz habe Afghanistan „viel Leid gebracht, den Verlust zahlreicher Leben und keine Vorteile, denn das Land ist nicht sicher“, sagte Karsai am Montagabend dem britischen Rundfunksender BBC. „Wir wollten absolute Sicherheit und einen klar umrissenen Krieg gegen den Terrorismus.“

Die ausländischen Kampftruppen in Afghanistan bereiten derzeit ihren Abzug vor, der bis Ende 2014 abgeschlossen sein soll. Die Sicherheitsverantwortung soll nach und nach von afghanischen Kräften übernommen werden; am Sonntag übergab die Bundeswehr das Feldlager Kundus an die einheimische Polizei und Armee. In den vergangenen Monaten verschlechterte sich allerdings die Sicherheitslage im Land zusehends. In der ersten Jahreshälfte wurden nach UN-Angaben mehr als tausend Zivilisten bei Kämpfen und Anschlägen getötet, deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum.

Afghanistan und die USA verhandeln seit längerem darüber, wie sie ihr Verhältnis nach dem Abzug der NATO-Kampftruppen gestalten sollen. Karsai dämpfte nun die Hoffnungen auf einen schnellen Abschluss der Sicherheitsvereinbarung. „Wenn diese Vereinbarung Afghanistan nicht Frieden und Sicherheit bringt, dann wollen die Afghanen sie nicht“, sagte er. Wenn keine Einigung mit den USA erzielt werde, „dann werden wir natürlich getrennte Wege gehen“.

Die USA hoffen, die Gespräche noch vor der Wahl von Karsais Nachfolger in einem halben Jahr zum Abschluss zu bringen. Es habe bereits Fortschritte gegeben, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums am Montag. Die Verhandlungen seien jedoch „komplex“.

Von

afp

Kommentare (6)

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Murgtal

08.10.2013, 09:06 Uhr

Man soll über Tote ja nichts Schlechtes sagen, aber in diesem Zusammenhang fällt mir vor allem einer der dümmsten Sprüche eines Politikers ein, den es bisher gegeben hat, der da lautet: Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt!

oerkman

08.10.2013, 11:28 Uhr

Karsai diese Ratte. Geld nehmen von wo es nur geht und dann hinstellen und sich beschweren. Sollen Sie sich doch selbst um ihre Sicherheit kümmern. Dann wirds wieder lustig in Afghanistan.

Gerda

08.10.2013, 11:36 Uhr

diesen koruppten Drecksack sollte man Aussschalten.
Alle Welt wusste schnell,was da für ein Mensch " ? " an die Macht gehieft wurde.Und jetzt beschimpft Er Die die für Ihn den Kopf hingehalten haben.Er hat es in Kauf genommen das viele West Soldaten Ihr Leben gelassen haben.
Der Westen sollte die Macht und die Kraft haben,diesen Typen aus seiner Machtposition zu entfernen.

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