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08.08.2014

14:49 Uhr

Präsidenten-Wahl

Erdogan setzt voll auf Sieg

Premiere in der Türkei: Erstmals bestimmt das Volk seinen Präsidenten selbst. Beste Chancen auf den Sieg hat Regierungschef Erdogan. Bei der Wahl geht es auch um das künftige politische System der Türkei.

Mit Erdogans Wahl dürften die rund 55,6 Millionen Wahlberechtigten auch die Weichen für die Einführung eines Präsidialsystems stellen. Reuters

Mit Erdogans Wahl dürften die rund 55,6 Millionen Wahlberechtigten auch die Weichen für die Einführung eines Präsidialsystems stellen.

IstanbulIn der Türkei wählt an diesem Sonntag erstmals das Volk ein neues Staatsoberhaupt. Als klarer Favorit geht der islamisch-konservative Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ins Rennen. Der 60-Jährige kann Umfragen zufolge bereits im ersten Wahlgang auf eine absolute Mehrheit hoffen.

Mit Erdogans Wahl dürften die rund 55,6 Millionen Wahlberechtigten auch die Weichen für die Einführung eines Präsidialsystems stellen, das dem Amt mehr Macht verleihen würde. Erdogan hat als eines seiner zentralen Ziele eine neue Verfassung angekündigt.

Die beiden größten Oppositionsparteien CHP und MHP haben den früheren Generalsekretär der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), Ekmeleddin Ihsanoglu, nominiert. Der 70-Jährige hat sich gegen ein Präsidialsystem ausgesprochen. Die pro-kurdische Partei HDP schickt ihren Ko-Vorsitzenden, den Kurden Selahattin Demirtas (41), ins Rennen.

Sollte am Sonntag keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erzielen, ist für den 24. August eine Stichwahl geplant. Der scheidende Präsident Abdullah Gül - der wie Erdogan zu den Gründern der Regierungspartei AKP zählt - trat nicht erneut an.

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