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06.06.2011

07:02 Uhr

Präsidentenwahl in Peru

Humala erklärt sich zum Wahlsieger

Bei der Stichwahl um das peruanische Präsidentenamt liegt der Linksnationalist Ollanta Humala nach Auszählung von knapp 80 Prozent der Stimmen vorn. Seine Herausforderin Keiko Fujimori will die Niederlage anerkennen.

Ollanta Humala, wahrscheinlich nächster Präsident Perus. Quelle: dapd

Ollanta Humala, wahrscheinlich nächster Präsident Perus.

LimaDer Linksnationalist Ollanta Humala (48) hat sich am Sonntag (Ortszeit) faktisch zum Sieger der Präsidentenwahl in Peru erklärt. „Alles weist darauf hin, dass wir die Wahl gewonnen haben“, sagte er in der Hauptstadt Lima. „Am 28. Juli werde ich das Amt als Präsident aller Peruaner antreten“, fügte er vor Journalisten hinzu.

Inoffizielle Hochrechnungen sahen ihn bei etwa 52 Prozent der Stimmen und damit rund vier Prozentpunkte vor seiner Widersacherin, der konservativen Keiko Fujimori. Sie versprach, eine eventuelle Niederlage anzuerkennen, wollte jedoch die offiziellen Zahlen abwarten.

Die offizielle Auszählung der Stimmen durch die nationale Wahlkommission Onpe bestätigte den Sieg Humalas. Allerdings werden dort zuerst die Stimmen aus städtischen Wahllokalen registriert. Dort aber hat Fujimori eher mehr Anhänger. Ihr Rückstand war deshalb zunächst nicht so groß, wie in den Hochrechnungen auf Grundlage paralleler Auszählungen von Stimmzetteln im ganzen Land.

Nach Angaben der Onpe lag Humala nach Auszählung von 78,30 Prozent der Stimmen bei 50,08 Prozent dicht gefolgt von Fujimori, die nach diesen Teilergebnissen auf 49,91 Prozent kam. Allerdings galt es als sicher, dass sich dieses Stimmenverhältnis mit der weiteren Auszählung von Stimmzetteln aus entlegeneren Regionen zu Gunsten Humalas verschieben werde.

Von

dpa

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