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16.03.2012

21:18 Uhr

Präsidentenwahl

Sarkozy hat acht Herausforderer

Die erste Etappe der Präsidentenwahl in Frankreich ist zu Ende. Neben Sarkozy und Hollande haben sieben weitere Kandidaten genug Unterschriften für die Zulassung gesammelt. Experten sehen Hollande derzeit vorne.

Nicolas Sarkozy und Francois Hollande wollen beide die Präsidentenwahl in Frankreich gewinnen. Reuters

Nicolas Sarkozy und Francois Hollande wollen beide die Präsidentenwahl in Frankreich gewinnen.

ParisFrankreichs Präsident Nicolas Sarkozy muss sich bei der Wahl am 22. April mindestens acht Herausforderern stellen. Neben Sarkozy und seinem großen Kontrahenten François Hollande von den Sozialisten sammelten nach Parteiangaben vom Freitag sieben weitere Politiker die 500 notwendigen Unterschriften von Mandatsträgern wie Bürgermeistern oder Parlamentariern. Die bekanntesten unter ihnen sind die rechtsextreme Marine Le Pen, der Zentrumspolitiker François Bayrou sowie Linkspartei-Mitgründer Jean-Luc Mélenchon.

Sarkozys ehemaliger Parteikollege und spätere Rivale Dominique de Villepin scheiterte an der Hürde der 500 Unterschriften. Der frühere Regierungschef zog sich daher am Abend aus dem Rennen ums höchste Staatsamt zurück, berichtete er dem TV-Nachrichtensender BFM. Die Abgabefrist lief am Freitagabend ab. Die endgültige Kandidatenliste wollte der Verfassungsrat am Montag veröffentlichen.

Meinungsforscher räumen derzeit dem Sozialisten Hollande die größten Chancen auf den Wahlsieg ein. Nach Umfragen würde er eine Stichwahl gegen Sarkozy mit rund acht Prozentpunkten Vorsprung gewinnen. Zum zweiten Durchgang kommt es am 6. Mai, wenn in der ersten Wahlrunde am 22. April keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen holt.

Dies gilt derzeit als ausgeschlossen, weil in Umfragen zur ersten Wahlrunde neben Hollande und Sarkozy auch Le Pen, Bayrou und Mélenchon auf zweistellige Werte kommen. Als absolute Außenseiter gelten hingegen Philippe Poutou von der Neuen Antikapitalistischen Partei (NPA), der Mitte-Politiker Nicolas Dupont-Aignan sowie die grüne Spitzenpolitikerin Eva Joly. Alle drei bekamen in Umfragen zuletzt kaum über ein Prozent. Noch weniger erhielt der unabhängige Kandidat Jacques Cheminade, der sich selbst als „linken Gaullisten“ definiert.

Von

dpa

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