Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.05.2016

12:42 Uhr

Präsidentenwahl

Wahl-Krimi in Österreich

Erst am Abend wird klar sein, wer die Präsidentenwahl in Österreich gewonnen hat. Entscheidend sind die Briefwahlstimmen. Wahlforscher prognostizieren derzeit einen hauchdünnen Vorsprung des grünen Kandidaten.

Van der Bellen mit Anhängern in Wien. Wahlforscher erwarten, dass er die Präsidentenwahl mit hauchdünnem Vorsprung gewinnen wird. AFP; Files; Francois Guillot

Alexander Van der Bellen – macht er das Rennen?

Van der Bellen mit Anhängern in Wien. Wahlforscher erwarten, dass er die Präsidentenwahl mit hauchdünnem Vorsprung gewinnen wird.

WienIn Österreich hat am Montag bei der Bundespräsidentenwahl die Auszählung der entscheidenden Briefwahlstimmen begonnen. 744.000 der 6,4 Millionen Wahlberechtigten haben per Brief abgestimmt. Nach Auszählung der in Wahllokalen abgegebenen Stimmen liegt der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer mit 51,9 Prozent vorne. Der von den Grünen unterstützte Alexander van der Bellen hat 48,1 Prozent erhalten.

Die Wahlforscher prognostizieren am Ende dennoch einen hauchdünnen Vorsprung von Van der Bellen. So geht das Politikforschungsinstitut Sora davon aus, dass der 72-Jährige mit knapp 3000 Stimmen gewinnt. Die Wahlforscher haben bei ihren Berechnungen unterstellt, dass Van der Bellen bei den Briefwählern 60,8 Prozent der Stimmen bekommt.

Allerdings beträgt die Schwankungsbreite der Hochrechnungen umgerechnet 32.000 Stimmen. Schon jetzt steht fest, dass es in Österreich noch nie ein knapperes Wahlergebnis gegeben hat. Die Wahlbeteiligung unter den 6,4 Millionen Berechtigten lag bei 71,8 Prozent.

Grundsätzlich hat Van der Bellen seinen nun möglichen Sieg den Wählern in den Städten zu verdanken. Bei den Urnenstimmen kam der Ex-Grünen-Chef am Sonntag allein in Wien auf 61,1 Prozent.

In acht von neun Landeshauptstädten lag er am Sonntag vor Hofer. Das Ergebnis der Briefwahl wird nach Angaben des Innenministeriums zwischen 17.00 und 19.00 Uhr vorliegen. Ausgezählt wird in 113 Bezirken.

Präsidentschaftswahl in Österreich

Kopf-an-Kopf-Rennen: Hofer oder Van der Bellen?

Präsidentschaftswahl in Österreich: Kopf-an-Kopf-Rennen: Hofer oder van der Bellen?

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am 24. April hatte sich das amtliche Ergebnis nach Auszählung der Briefwahlstimmen noch deutlich verändert. Damals verlor Hofer noch 1,3 Prozentpunkte auf 35,1 Prozent, Van der Bellen legte um 0,9 Prozentpunkte auf 21,3 Prozent zu.

„Das hat sich niemand gewünscht, wir wollten beide heute gut schlafen. Ich bin schon lange in der Politik, ich habe aber noch nie so einen Wahlabend erlebt“, sagte Hofer. Sein Kontrahent Van der Bellen zeigte sich in einer ersten Reaktion stolz, dass er den großen Vorsprung von Hofer aufgeholt habe. „Die wenigsten haben geglaubt, dass das aufholbar ist“, sagte Van der Bellen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×