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12.05.2015

01:15 Uhr

Präsidentenwahlen in Polen

Offizielles Ergebnis bestätigt Andrzej Dudas Vorsprung

Die Wahlkommission hat den überraschenden Erfolg von Andrzej Duda bei den Präsidentenwahlen in Polen bestätigt. In zwei Wochen geht es in die Stichwahl, in der er sich gegen Bronislaw Komorowski behaupten muss.

Präsidentenwahlen in Polen: Dem Nationalkonservativen Andrzej Duda gelingt ein überraschender Erfolg. In zwei Wochen steht die Stichwahl an. Reuters

Andrzej Duda

Präsidentenwahlen in Polen: Dem Nationalkonservativen Andrzej Duda gelingt ein überraschender Erfolg. In zwei Wochen steht die Stichwahl an.

WarschauDas offizielle Endergebnis der Präsidentenwahlen in Polen hat den Vorsprung des nationalkonservativen Herausforderers Andrzej Duda bestätigt. Wie die Wahlkommission in der Nacht zum Dienstag mitteilte, liegt Duda mit 34,7 Prozent der Stimmen in Führung. Er muss sich aber am 24. Mai in einer Stichwahl gegen Präsident Bronislaw Komorowski behaupten, für den 33,7 Prozent der Wähler stimmten.

In Polen benötigt der Präsident die absolute Mehrheit bei den Wahlen. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Wahlkommission bei 48,9 Prozent. Dudas Erfolg zeichnete sich bereits in den Prognosen am Wahlabend ab und war eine völlige Überraschung: Umfragen vor der Wahl hatten Komorowski deutlich in Führung gesehen.

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Nach einem schwachen Ergebnis beim ersten Wahlgang verspricht Bronislaw Komorowski Referenden zum Wahl- und Steuerrecht. Der polnische Präsident erhielt Prognosen zufolge weniger Stimmen als sein Herausforderer.

Die Präsidentenwahl galt auch als wichtiges Stimmungssignal vor den Parlamentswahlen im Herbst: Komorowski wird von der liberalkonservativen Regierungspartei Bürgerplattform (PO) unterstützt, Duda ist der Kandidat der nationalkonservativen Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS).

Bemerkenswert war auch das gute Abschneiden des ehemaligen Musikers Pawel Kukiz mit 20,8 Prozent der Stimmen. Kukiz hatte in seinem Wahlkampf die politischen Eliten scharf kritisiert und sich für mehr Bürgerbeteiligung eingesetzt.

Komorowski und Duda hatten am Montag bereits wieder den Wahlkampf aufgenommen. Während Komorowski vor den Wahlen am Sonntag sich nicht an einem Fernsehduell mit den Gegenkandidaten beteiligt hatte, sind zwei Fernsehdebatten von Duda und Komorowski vorgesehen. Der ehemalige Präsident Aleksander Kwasniewski rechnete am Montagabend mit einer knappen Entscheidung bei der Stichwahl in zwei Wochen.

Von

dpa

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