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22.03.2017

08:14 Uhr

Präsidentschaftskandidat Fillon

Neue Vorwürfe wegen Betrugs und Fälschung

Der Druck auf den französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon erhöht sich. Die Untersuchung um einen Parlamentsjob seiner Frau wurde ausgeweitet. Außerdem wirft ein brisanter Geschäftsdeal Fragen auf.

Über seine ehemalige Firma soll Präsidentschaftskandidat François Fillon einen Geschäftsmann mit Waldimir Putin zusammengebracht haben. Reuters, Sascha Rheker

François Fillon

Über seine ehemalige Firma soll Präsidentschaftskandidat François Fillon einen Geschäftsmann mit Waldimir Putin zusammengebracht haben.

ParisEine Untersuchung zu von Präsidentschaftskandidat François Fillon arrangierten Parlamentsjobs ist auf neue Vorwürfe wegen Betrugs und Fälschung ausgeweitet worden. Das verlautete am Dienstag aus Pariser Justizkreisen. Die Zeitung „Le Monde“ berichtete, dass die Ermittler Fillon und seine Ehefrau Penelope verdächtigen, Dokumente gefälscht zu haben, nachdem Ende Januar Berichte über die vermutete Scheinbeschäftigung von Fillons Gattin aufgetaucht waren. Damit wollten sie nach Angaben der Zeitung beweisen, dass Penelope Fillon tatsächlich für ihren Ehemann gearbeitet habe und ihr Gehalt gerechtfertigt gewesen sei. Fillon hat jegliches Fehlverhalten abgestritten. Er hat gelobt, trotz der Vorwürfe weiter um die Präsidentschaft in Frankreich kämpfen zu wollen.

Der französische Präsidentschaftskandidat gerät auch in einer anderen Gelegenheit unter Druck. Fillon soll über seine damalige Beratungsfirma einen Geschäftsmann mit Kremlchef Wladimir Putin zusammengebracht haben. Das Treffen habe beim St. Petersburger Wirtschaftsforum im Juni 2015 stattgefunden, berichtet das Enthüllungsblatt „Le Canard Enchaîné“ in seiner neuen Ausgabe. Putin hatte im vergangenen Jahr Fillon als einen „anständigen Mann“ bezeichnet. Der Einfluss von Wirtschaftsinteressen auf die Politik ist ein wichtiges Thema im Präsidentenwahlkampf.

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Fillons Firma habe mit dem Unternehmen des Geschäftsmanns zuvor einen Vertrag für die Anbahnung von internationalen Kontakten abgeschlossen, der mit 50.000 US-Dollar honoriert worden sei, so das Blatt. Die Umgebung Fillons wies laut Nachrichtenagentur AFP den Bericht zurück. Die Behauptungen über den Vertrag zwischen Fillons „2F Conseil“ und dem Unternehmen des Geschäftsmanns seien bar jeder Grundlage.

Fillon gründete laut AFP seine Beratungsfirma nach seinem Abschied als Premierminister im Juni 2012. Da er erst später sein Mandat als Abgeordneter von Paris aufgenommen habe, gebe es keine Regelverletzung.

Der Spitzenkandidat der bürgerlichen Rechten wehrt sich seit Wochen gegen Vorwürfe in der Scheinbeschäftigungsaffäre um einen Parlamentsjob seiner Frau. Die Justiz leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

22.03.2017, 10:29 Uhr

"Herr Alfred E. Neumann - 09.03.2017, 12:35 Uhr

Liebe Kommentatoren, leider werden wir noch viereinhalb Jahre mit der psychopatologischen Zonenpfaffentochter oder dem Kriminellen Alkoholiker leben müssen.
Handlungsunfähig werden wir gezwungen zuzuschauen wie dieses großartige Land zugrunde gerichtet wird!"

@HBO
das ist sogar unter meinem Niveau.
Ich bin zwar ein glühender Anhänger von Trump und Putin,und verzweifel an der Grünsozialistischen Merkelregierung, und sehe für unser Reich nur die AFD als Rettung, aber das geht wirklich zu weit.
Bitte Neumann entfernen, der ist ja wohl MAD! Danke

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