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20.02.2017

21:44 Uhr

Präsidentschaftswahl in Ecuador

Stimmauszählung wird zur Zitterpartie

90 Prozent der Stimmen sind ausgezählt, noch sieht es danach aus, dass dem linken Regierungskandidat Moreno nur knapp der Sieg in erster Runde entgeht. In einer Stichwahl könnten sich die unterlegenen Lager zusammentun.

Nach Auszählung von knapp 90 Prozent der Stimmen kommt Lenin Moreno nach Angaben der nationalen Wahlbehörde (CNE) auf 39,13 Prozent. Reuters, Sascha Rheker

Lenin Moreno

Nach Auszählung von knapp 90 Prozent der Stimmen kommt Lenin Moreno nach Angaben der nationalen Wahlbehörde (CNE) auf 39,13 Prozent.

QuitoDie Auszählung der Stimmen bei der Präsidentschaftswahl in Ecuador wird zur Zitterpartie. Der linke Regierungskandidat Lenín Moreno setzt darauf, bereits im ersten Wahlgang zu gewinnen. Dafür braucht er 40 Prozent der Stimmen und muss zehn Prozentpunkte vor dem Zweiten liegen.

Nach Auszählung von knapp 90 Prozent der Stimmen kommt er nach Angaben der nationalen Wahlbehörde (CNE) auf 39,13 Prozent, der konservative Oppositionsführer Guillermo Lasso liegt bei 28,31 Prozent. In einer zweiten Runde muss das Lager des nach zehn Jahren aus dem Amt scheidenden Rafael Correa fürchten, dass andere unterlegene Kandidaten ihre Anhänger zur Wahl Lassos aufrufen.

Lasso will neben einem Politikwechsel in Ecuador auch das Asyl für Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft in London beenden. Nach jetzigem Stand würde es eine Stichwahl am 2. April geben. Der CNE teilte mit, das Ergebnis könne erst in drei Tagen vorliegen.

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Lassos Partei „Creando Oportunidades“ warnte vor einem „Stimmenraub“ und schickte eigene Beobachter zum CNE. „Wir werden nicht zulassen, dass das an den Urnen Gewonnene verloren geht“, sagte Lasso. Hunderte seiner Anhänger demonstrierten für eine faire Auszählung. Nachdem es nach der Wahl schnell mit dem Zählen der Stimmen vorangegangen war, stockte das Verfahren am Montag. Correa hatte dank staatlicher Einnahmen aus der Erdölförderung das Land modernisiert und die Armut verringert. Als der Preis fiel, geriet die Politik an Grenzen.

Von

dpa

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