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04.05.2012

20:33 Uhr

Präsidentschaftswahl in Frankreich

Sarkozy holt in Umfragen auf

Bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich könnte es noch spannend werden. Amtsinhaber Sarkozy liegt nur noch wenige Prozentpunkte hinter Herausforderer Hollande. Dieser will Merkel zügig für Wachstumsideen gewinnen.

In Frankreich liegen die Präsidentschaftskandidaten in Umfragen wieder dicht beieinander. Reuters

In Frankreich liegen die Präsidentschaftskandidaten in Umfragen wieder dicht beieinander.

ParisZwei Tage vor der Präsidentenwahl in Frankreich hat Favorit Francois Hollande rasche Bemühungen um einen deutsch-französischen Kompromiss in der Wachstumsdebatte angekündigt. Als Präsident werde der Sozialist bei seiner ersten Auslandsreise in Berlin für einen deutsch-französischen Konsens zum Wachstum werben, sagte dessen Wahlkampfleiter Pierre Moscovici am Freitag.

Die Bundesregierung machte deutlich, den Fiskalpaket - anders als von Hollande angestrebt - nicht neu verhandeln zu wollen. Kurz vor der Stichwahl verringerte Präsident Nicolas Sarkozy in einer Umfrage seinen Rückstand auf vier Punkte, obwohl ihm nach Rechtsextremistin Marine Le Pen auch der Zentrumspolitiker Francois Bayrou eine Wahlempfehlung verweigert hatte.

Hollande machte zwei Tage vor der Wahl über seinen Berater deutlich, dass er seine Ideen für mehr Wachstum schnell durchsetzen will. „Ein neuer europäischer Kompromiss ist möglich, und der wird über ein neues französisch-deutsches Verständnis erreicht.“ Es sei wichtig, rasch zum Kern des Themas vorzudringen, sagte Moscovici. „Die Dinge dulden keinen Aufschub.“

Kurz vor der Wahl zeigte sich die Bundesregierung um ein intensives deutsch-französisches Verhältnis bemüht. „Wir werden eng mit Frankreich zusammenarbeiten, egal, wie die Wahl ausgeht“, sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble. Andererseits deutete der CDU-Politiker in der Frage des Fiskalpaktes für mehr Haushaltsdisziplin in den EU-Staaten keine Kompromissbereitschaft an.

Deutschland habe Hollande deutlich gemacht, dass der Pakt beschlossen sei und Verträge einzuhalten seien. „Wir können nicht nach jeder Wahl neu verhandeln“, sagte Schäuble: „Das weiß auch Hollande.“ Im offenen Widerspruch zu Bundeskanzlerin Angela Merkel will der Sozialist das mühsam verhandelte Paket neu aufschnüren und um Wachstumselemente ergänzen.

Kommentare (4)

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Mazi

04.05.2012, 20:54 Uhr

Was bringen Sie denn da für eine Meldung.

Andere Medien berichten nahezu übereinstimmen, dass er nach aktueller Einschätzung noch weiter abgeschlagen ist als er es ohnehin schon war.

Wer hat denn da schon wieder den Daumen drauf?

Mazi

04.05.2012, 20:58 Uhr

An anderer Stelle titeln Sie:
"Frankreich
Hollande auch in letzten Wahl-Umfragen vorn
04.05.2012, 09:32 Uhr"

RobertSchumansErben

04.05.2012, 21:52 Uhr

Was für ein Dilemma einer "hochschreibenden" Kulturkaste. Sarkozy fliegen die Absätze weg und schon ist er aus dem Standbild weg. Selbst die Fotografen sollten daran denken, wieder normale Größen in Ordnung zu halten. Manche ZEITgenossen kriegen sich indessen nicht mehr, über das Auf und Ab der Jongleure in punkto "Wahlvorhersagen". Warten wir doch mal den Sonntag ab. Da wird Sarkozy wirklich Größe abverlangt.

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