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28.11.2016

07:56 Uhr

Präsidentschaftswahl in Österreich

FPÖ-Kandidat Hofer macht Merkel schwere Vorwürfe

In einem TV-Duell mit seinem grünen Kontrahenten hat der rechtspopulistische Präsidentschaftskandidat, Norbert Hofer, die deutsche Flüchtlingspolitik kritisiert. Kanzlerin Merkel habe Europa erheblichen Schaden zugefügt.

Vor dem TV-Duell: Alexander Van der Bellen (l.) und Norbert Hofer. dpa

Eine Woche vor der Wahl

Vor dem TV-Duell: Alexander Van der Bellen (l.) und Norbert Hofer.

Die deutsche Flüchtlingspolitik unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Europa nach Ansicht des österreichischen FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer schweren Schaden zugefügt. In der Folge seien hunderttausende Flüchtlinge – einschließlich „Terroristen“ – durch Österreich gezogen, kritisierte Hofer. Der Satz „Wir schaffen das“ habe Tausende angelockt, sagte Hofer am Sonntagabend in einem TV-Duell mit seinem Kontrahenten Alexander Van der Bellen im Sender ATV. Die Frage sei doch, wen sie mit „Wir“ meine. „Den österreichischen Steuerzahler?“, fragte Hofer in dem Duell eine Woche vor der Wahl.

Van der Bellen warf dem FPÖ-Kandidaten in der Debatte im Sender ATV vor, leichtfertig mit der Vorstellung eines EU-Austritts Österreichs zu spielen. Allein die bloße Spekulationen über einen solchen Austritt gebe dem Rechtspopulismus in Europa Auftrieb, sagte der Grünen-Politiker. Wichtig sei nun aber vor allem die Solidarität zwischen den EU-Staaten. Von der Bellen betonte die besondere Bedeutung eines guten Verhältnisses Österreichs zu Deutschland.

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Hofer kündigte an, als Präsident würde er sich für engere Beziehungen zu den Ländern Osteuropas, insbesondere zu Russland, einsetzen. Einen „Öxit“, also einen Austritt Österreichs aus der EU, lehnte er ab. Er ziele lediglich auf eine positive Weiterentwicklung der EU ab.

Der Grünen-Politiker Van der Bellen und der FPÖ-Kandidat Hofer treten am 4. Dezember in der Stichwahl um das Amt des Bundespräsidenten gegeneinander an. 6,4 Millionen Wähler können über ein neues Staatsoberhaupt abstimmen. Der Grünen-Kandidat hatte bei der ersten Stichwahl am 22. Mai mit hauchdünnem Vorsprung vor Hofer gewonnen. Die Wahl wurde jedoch vom Verfassungsgericht nach einer FPÖ-Beschwerde wegen Unregelmäßigkeiten annulliert.

Kommentare (10)

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Herr Holger Narrog

28.11.2016, 08:30 Uhr

Es gibt sicherlich auch Europäer aus dem ultralinken Spektrum die Fr. Merkels Politik begrüssen. Ein grosser Teil sicherlich nicht.

Kollegen aus EU Ländern (Akademiker) haben Fr. Merkel mit einem ihrer Vorgänger der aus Österreich kam, verglichen, bzw. sehen ihren Imperialismus als ähnlich herausfordernd an.

Die Bevölkerungen Europas wünschen mehrheitlich keine Umvolkung, oder eine erhebliche weitere Zuwanderung aus Afrika und dem Mittleren Osten. Die sogenannten "Flüchtlingsquoten", die Fr. M. mit der EU Kommission durchzusetzen beabsichtigt, werden als Deutscher Imperialismus empfunden.

Die Auflagen die Fr. Merkel mit der EU Kommission im Gegenzug für die Alimentierung Südeuropas durchzusetzen sucht, werden gleichfalls als Deutscher Imperialismus empfunden.

Die aktuelle Politk des Deutschen Politiksystems ist geeignet den Zerfall der EU signifikant zu beschleunigen. So ist der EU Austritt Grossbritanniens wahrscheinlich auch zum Teil auf die Merkelschen "Flüchtlingsquoten" zurückzuführen.

Herr Peter Kastner

28.11.2016, 08:38 Uhr

Merkel hat ganz klar einen großen Anteil an den Zerfallserscheinungen der EU. Die jüngste ihrer unendlichen Reihe von Freundlichkeiten, die sie uns angedeihen läßt, ist die Erbsenzählerei bei der Rente. War für Flüchtlinge Milliarden über Milliarden Geld da, ist für den Rentner und zukünftigen Rentner in Deutschland kein Geld mehr da. Danke dafür.

Account gelöscht!

28.11.2016, 08:39 Uhr

Und der nächste politische Sargnagel für Merkel und ihre Grünen Sozialisten (Kommunisten) kommt mit Hofer aus Österreich.
Und die nächsten politischen Sargnägel für Merkel sind schon in Frankreich mit Le Pen und seit gestern auch mit François Fillon bereit gelegt.
In den Niederlande liegt der nächste politische Sargnagel Wilders für Merkel schon bereit.

Es wird sehr einsam um die Grün-Kommunistische Merkel Regierung....sehr, sehr einsam!

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