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11.11.2012

21:07 Uhr

Präsidentschaftswahl

Sloweniens Präsident Türk muss in die Stichwahl

Der amtierende Danilo Türk war klarer Favorit bei der Präsidentschaftswahl in Slowenien. Nun muss er sich offenbar in einem zweiten Wahlgang seinem Kontrahenten, Ministerpräsident Borut Pahor, stellen.

Der Präsident von Slowenien, Danilo Türk, hat bei der Wahl schlechter abgeschnitten als erwartet. dpa

Der Präsident von Slowenien, Danilo Türk, hat bei der Wahl schlechter abgeschnitten als erwartet.

Ljubljana/BelgradBei der Präsidentenwahl in Slowenien hat am Sonntag keiner der drei Kandidaten die absolute Mehrheit erlangt. Wahlnachbefragungen deuten darauf hin, dass es am 2. Dezember zu einer Stichwahl zwischen dem früheren sozialdemokratischen Partei- und Regierungschef Borut Pahor (49) und dem amtierenden Präsidenten Danilo Türk kommen wird. Wie eine im staatlichen TV-Sender RTVSlo veröffentlichte Befragung von Wählern ergab, landete Pahor bei der Wahl am Sonntag mit 41,9 Prozent der Stimmen auf dem ersten Platz. Türk kam mit 37,2 Prozent auf Platz zwei. Der Europaabgeordnete und Kandidat der regierenden Mitte-Rechts-Koalition, Milan Zver (50), kam demnach auf 20,9 Prozent der Stimmen.

Für eine Wahl bereits im ersten Wahlgang wäre die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen nötig gewesen. Der Präsident in Slowenien hat laut Verfassung rein repräsentative Aufgaben.

Türk war eigentlich Favorit für das Amt. Der 60-Jährige war bei der Direktwahl 2007 mit 68 Prozent der Stimmen gewählt worden. Er hatte in Umfragen vor der Wahl bis zu zehn Prozentpunkte vor Pahor gelegen. Der frühere Regierungschef Pahor trat als der Kandidat der Sozialdemokraten und der kleinen Partei "Bürgerliste" an, die Teil der Vier-Parteien-Koalition in Ljubljana ist.

Die Wahlbeteiligung betrug den Berichten zufolge weniger als 45 Prozent und erreichte damit einen Tiefstand. Zur Stimmabgabe waren 1,6 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen. Von Anfang an hatte sich eine geringe Beteiligung abgezeichnet, da viele Slowenen andere Sorgen haben: Das Land, das 2004 der EU beitrat, ist ebenso wie etwa Griechenland durch marode Banken in die Krise geraten, die Mitte-Rechts-Regierung verordnete drastische Sparmaßnahmen.

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