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08.03.2012

13:17 Uhr

Präsidentschaftswahl

Verliert Sarkozy, verlässt er die Politik

Glaubt man den derzeitigen Umfragen, endet die politische Karriere von Nicolas Sarkozy mit der Präsidentschaftswahl. Seine Chancen stehen schlecht und sollte er verlieren, will er der Politik auf jeden Fall fern bleiben.

Wahlkampf in Bordeaux: Nicolas Sarkozy. dpa

Wahlkampf in Bordeaux: Nicolas Sarkozy.

ParisFrankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will sich im Fall einer Wahlniederlage komplett aus der Politik zurückziehen. „Ich werde etwas anderes machen, aber was genau, das weiß ich noch nicht“, sagte der 57-Jährige am Donnerstag in einem Interview des Fernsehsenders BFMTV. Er beschäftige sich nicht mit dieser Perspektive. „Ich setze all meine Kräfte ein, um Frankreich zu schützen (...), um ein starkes Frankreich zu fördern, um diese Wahl zu gewinnen“, betonte Sarkozy.

Nach Umfragen droht dem konservativ-rechten Politiker allerdings eine deutliche Niederlage. In der zu erwartenden Stichwahl am 6. Mai sahen Meinungsforscher zuletzt den Sozialisten François Hollande mit 56 Prozent als klaren Sieger. Kandidaten wie die Rechtsextreme Marine Le Pen oder der Zentrumspolitiker François Bayrou würden laut Umfragen mit der ersten Abstimmungsrunde am 22. April ausscheiden.

In dem Interview am Donnerstag äußerte sich Sarkozy erstmals öffentlich zu seinen Plänen im Fall einer Wahlniederlage. Eine Überraschung war die Rückzugsankündigung allerdings nicht. Bereits im Januar waren ähnliche Äußerungen Sarkozys aus einem Hintergrundgespräch publik geworden. Damals hatte der Präsident gesagt, man werde nichts mehr von ihm hören, wenn er die Wahl verlieren sollte. „Ich mache seit 35 Jahren Politik, ich habe einen Beruf. Ich werde mein Leben komplett ändern“, zitierten Zeitungen den gelernten Rechtsanwalt. Medienberichten zufolge soll Sarkozy zudem bereits häufig davon gesprochen haben, nach seiner Amtszeit viel Geld verdienen zu wollen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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RobertSchumansErben

08.03.2012, 14:32 Uhr

Frankreich kann dabei nur gewinnen. Die Achse des Bösen, wie einmal ein gestandener, amerikanischer Präsident George W. Bush, von sich gab, sie bricht auseinander.

Die Freiheit verteidigen wir dagegen am Hindukusch immer noch. Ich schätze mal, daß Mr. Le Président nächstens eine neue Aufgabe hat. Über Loùis de Funès konnte man sich wenigstens halb krank lachen, bei dem kommenden Zelluloid-Star komischer Art Frankreichs, habe ich erhebliche Zweifel. Eher wird er als technischer Berater für Frau Merkel hantieren. Gegen Bares, versteht sich, in aller Freundschaft. Vive les Francaises, Vive La France.

Mazi

08.03.2012, 23:32 Uhr

Soll er doch Merkel gleich mitnehmen. Die verstehen sich doch so prima.

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