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07.03.2011

10:19 Uhr

Pressefreiheit

China wehrt sich gegen Prügel-Vorwurf

Vondapd

Nachdem am Sonntag erneut ausländische Berichterstatter verhaftet wurden, bestreitet der chinesische Außenminister, die Journalisten seien geschlagen worden. Die Arbeitsbedingungen für Reporter werden derweil schlechter.

Unbekannte umzingeln einen ausländischen Journalisten, nachdem sie ihn zu Boden geworfen haben. Quelle: Reuters

Unbekannte umzingeln einen ausländischen Journalisten, nachdem sie ihn zu Boden geworfen haben.

Peking

Der chinesische Außenminister Yang Jiechi hat am Montag bestritten, dass ausländische Journalisten während der Berichterstattung über mögliche Proteste von der Polizei geschlagen wurden. Unbekannte hatten Mitte Februar im Internet zu sonntäglichen Protestaktionen in mehreren Städten aufgerufen. Diese waren durch eine erhöhte Polizeipräsenz aber schon im Keim erstickt worden.

Ende Februar war ein Reporter von Unbekannten angegriffen worden, als er versuchte von einer Einkaufsstraße in Peking zu berichten. Anderen wurde die Ausrüstung abgenommen und das Filmmaterial gelöscht.

Erst am Sonntag hatten die chinesischen Behörden ihr Vorgehen gegen ausländische Journalisten weiter verschärft. In Shanghai wurden erneut mindestens 17 ausländische Reporter festgesetzt. Darunter war auch ein "Stern"-Korrespondent, wie das deutsche Magazin auf seiner Website berichtete. In Peking verschärften die Behörden am Sonntag die Auflagen für Journalisten.

Reporter müssten nun für jegliche Recherche im Stadtzentrum und für jedes Interview eine Genehmigung der Regierung einholen, sagte der Vizedirektor der städtischen Behörde für auswärtige Angelegenheiten, Li Honghai, auf einer Pressekonferenz.

Kommentare (2)

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07.03.2011, 11:18 Uhr

Mir persönlich wird China, allen voran die chinesische Regierung, immer unsympathischer. Dass der Westen mit China so regen Handel betreibt, ist nur mit Heuchelei zu betrachten. Solange wir gute Geschäfte machen, ist uns völlig egal, mit wem wir es zu tun haben und das ist Heuchelei. Da sind Punkte wie Menschenrechtsverletzungen, Machtstreben zur Weltmacht und ein systematisches Ausbeuten und Sichern von Energieressourcen, vor allem in armen Ländern (Afrika). Zusammen mit einer politischen Ausrichtung in Form eines teildiktatorischen Systems, welches uns allen nicht gefallen würde, wird sich Chinas Macht weiter ausdehnen. Und das sollten wir nicht so frohlockend betrachten, wie wir es momentan noch tun.

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07.03.2011, 11:19 Uhr

Mir persönlich wird China, allen voran die chinesische Regierung, immer unsympathischer. Dass der Westen mit China so regen Handel betreibt, ist nur mit Heuchelei zu betrachten. Solange wir gute Geschäfte machen, ist uns völlig egal, mit wem wir es zu tun haben und das ist Heuchelei. Da sind Punkte wie Menschenrechtsverletzungen, Machtstreben zur Weltmacht und ein systematisches Ausbeuten und Sichern von Energieressourcen, vor allem in armen Ländern (Afrika). Zusammen mit einer politischen Ausrichtung in Form eines teildiktatorischen Systems, welches uns allen nicht gefallen würde, wird sich Chinas Macht weiter ausdehnen. Und das sollten wir nicht so frohlockend betrachten, wie wir es momentan noch tun.

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