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21.01.2005

10:51 Uhr

Presseschau

Das meint die internationale Presse zur Antrittsrede Bushs

Die internationale Presse hat sich kritisch mit der Antrittsrede von US-Präsident George W. Bush zum Beginn seiner zweiten Amtszeit auseinandergesetzt.

HB HAMBURG. Die internationale Presse setzt sich am Freitag kritisch mit der Antrittsrede von US-Präsident George W. Bush zum Beginn seiner zweiten Amtszeit auseinander:

The Daily Telegraph (London): „Mit einem wesentlich stärkeren Mandat für seine zweite Amtszeit hat Bush nun große Ambitionen zur Verbreitung der Freiheit. (...) Die Absichten des Präsidenten sind bewundernswert, aber er muss es erst im Irak richtig hinbekommen, wenn es eine Chance dafür geben soll, dass seine Pläne verwirklicht werden.“

The Independent (London): „Vor vier Jahren, ja, noch vor vier Monaten hätten nur wenige George W. Bush große Chancen eingeräumt, vor dem Kapitol für eine zweite Amtszeit vereidigt zu werden. Der Preis seines Sieges ist jedoch, dass er sich noch im Amt mit den Folgen seiner früheren Fehlentscheidungen auseinander setzen muss.“

Il Messagero (Rom): „Wer jetzt eine neue politische Linie erwartet, könnte enttäuscht werden: Die Befreiung der Unterdrückten bedeutet auch den Krieg gegen die Unterdrücker (...).“

Corriere Della Sera (Rom): „Das demokratische Evangelium, dem Bush eine Antrittsrede mit stark missionarischen Tönen gewidmet hat, hat eine therapeutische Wirkung. Wenn die Tatsachen ihm Recht geben, kann Bush den Rückzug aus dem Irak vorbereiten (...).“

Dernières Nouvelles D'Alsace (Straßburg): „Die USA wollen die Freiheit verteidigen, und dies ist sicherlich ein ehrenwertes Engagement. Leider wird über diese „heilige Mission“ einseitig entschieden und die Alliierten vor vollendete Tatsachen gestellt.“

Kommersant (Moskau): „Bush wird in die Geschichte der USA als Militärpräsident eingehen. Und das ist der russischen Führung sehr recht. (...) Wenn Bush für die kommenden vier Jahre ein Friedensprogramm verkündet hätte, hätte (der russische Präsident) Putin sich ernstlich Sorgen machen müssen.“

Mlada Fronat Dnes (Prag): „Ein solches Programm kann sich nur vornehmen, wer neben Mut einen Hang zum Glücksrittertum besitzt, und wer blind an seine Wahrheit glaubt.“

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