Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.05.2015

16:20 Uhr

Privatbank warnt

Die Angst vor dem Grexit

Wie gefährlich ist der „Grexit“? Die Privatbank Metzler warnt davor, einer „geordneten Pleite“ Griechenlands zu gelassen entgegenzublicken. Das Szenario sei wie ein Kopfsprung in ein unbekanntes Gewässer.

Die Privatbank Metzler warnt davor, die Folgen eines möglichen „Grexit“ zu unterschätzen. dpa

Finanzkrise in Griechenland

Die Privatbank Metzler warnt davor, die Folgen eines möglichen „Grexit“ zu unterschätzen.

FrankfurtDie Privatbank Metzler verfolgt die Debatte über eine „geordnete“ Pleite Griechenlands und ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone („Grexit“) mit großer Skepsis. Metzler-Partner Michael Klaus verglich dieses Szenario am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Frankfurt mit einem Kopfsprung in unbekannte Gewässer, der böse ausgehen könne. Die Konsequenzen seien nicht vorhersehbar.

Die Gelassenheit an den Märkten überrasche ihn. Griechenland verhandelt seit Monaten ohne Durchbruch mit den internationalen Geldgebern über dringend benötigte Kredite. Die Metzler-Bank selbst habe aber keinen Grund zur Sorge, betonte Klaus. „Wir haben kein Griechenland-Exposure.“

Kerngeschäft von Metzler ist die Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden und institutionelle Anleger, die stark auf Aktien setzen. Hier sieht die Bank trotz der jüngsten Rallye noch keine Überhitzung, wie Emmerich Müller betonte, der die Leitung des operativen Geschäfts von Patriarch Friedrich von Metzler übernommen hat. Bei Anleihen und Immobilien, zumindest in ausgewählten Regionen, sehe das schon anders aus.

Wie viele Kundengelder im abgelaufenen Geschäftsjahr neu eingesammelt wurden, veröffentlicht das verschwiegene Traditionshaus nicht, auch keinen aussagekräftigen Gewinn. Die Eigner bekommen für 2014 erneut eine Dividende von 2,3 Millionen Euro. Metzler macht sich zudem weiter Hoffnung auf Schadenersatz von der Deutschen Bank im Zinsskandal.

Eine zu Metzler gehörende Kapitalanlagegesellschaft hatte sich 2012 in New York an Sammelklagen gegen das Geldhaus und andere Banken beteiligt, die der Manipulation des Referenzzinses Libor bezichtigt wurden. Wegen nachweislicher Tricksereien wurde die Deutsche Bank von den angelsächsischen Regulierern inzwischen zu einer Rekordstrafe von 2,5 Milliarden Dollar verdonnert. Metzler betonte, die Klagen seien davon unberührt, die Verfahren liefen. Wann es ein Urteil gebe, lasse sich derzeit nicht abschätzen.

Von

rtr

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Rudolf Riedl

27.05.2015, 18:58 Uhr

Um was geht es in diesem Metzler Kommentar?
Um den möglichen Grexit oder um Reklame für die Metzler Bank und ihr Geschäftsmodell. Thema verfehlt, setzen, 6!

Herr Manfred Zimmer

27.05.2015, 19:03 Uhr

Die Sorge ist so groß aber auch nicht größer als zuvor.

Die mit dem Problem betrauten sogenannten Fachleute haben hunderte von Milliarden Euros bereits in den Sand gesetzt. Ein weiter so kann es nicht geben. Spätestens jetzt muss klar sein, dass auf der politischen Ebene kein Plan, also auch kein Plan B existiert. Noch schlimmer! Sie haben sich nach hinten gelehnt und die EZB machen lassen.

Auch dort hat man nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet.

Aber es gibt Jobs, die können nicht nach bestem Wissen und Gewissen ausgeführt werden. Zuweilen ist Fachwissen gefragt.

Man wird nicht von der Hand weisen können, dass sich in den politischen Ämtern wie auch in der EZB nicht das notwendige Fachwissen für die vorhandenen Problemlösungen vorhanden ist. Hunderte von Milliarden Euros an Steuergeld ist zuviel um es in dunkle Kanäle zu pumpen.

Jetzt noch einmal Geld nachzuschießen, um die bereits nutzlos vergeudeten Milliarden zu retten, wäre der falsches Schritt mit diesen Akteuren. Sie sind allesamt auszutauschen und durch fähige Personen zu ersetzen. Parteimitglied zu sein und dies als Qualifikationsmerkmal anzusetzen ist wohl die unqualivizierteste Messlatte, die man nur anlegen kann.

Auch dafür hat Frau Merkel geradezustehen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×