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10.08.2011

22:01 Uhr

Privatbeteiligung

Griechenland zieht eigene Rettung in die Länge

Die griechische Regierung will weitere Bonds ins Tauschprogramm einbeziehen. Finanzminister Venizelos will so genügend Investoren für eine Beteiligung gewinnen.

Griechenlands Finanzminister Venizelos will mehr Bonds ins Tauschprogramm aufnehmen. Quelle: AFP

Griechenlands Finanzminister Venizelos will mehr Bonds ins Tauschprogramm aufnehmen.

AthenIm Bemühen um eine ausreichende Privatbeteiligung am zweiten Hilfspaket will Griechenland mehr Anleihen als bisher geplant einbeziehen. Es könnten auch Bonds mit einer „etwas längeren“ Laufzeit als 2020 in das Tauschprogramm aufgenommen werden, sagte der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos am Mittwoch. Bei dem Tausch erhalten die privaten Kreditinstitute Papiere mit einer längeren Laufzeit zu niedrigeren Zinsen. Ihre Beteiligung ist eine entscheidende Bedingung für das zweite EU-Rettungspaket, das das Mittelmeerland vor der Pleite bewahren soll. Bislang sollten wie beim EU-Gipfel im Juli beschlossen nur Anleihen mit Laufzeit bis 2020 in das Tausch-Programm einfließen.

Das könnte man auf 2024 ausdehnen, sagte ein hochrangiger griechischer Banker. „Das macht es für die griechische Regierung einfacher, das Ziel einer 90-prozentigen Beteiligung privater Investoren zu erreichen“, fügte er nach Gesprächen von Vertretern des Weltbankenverbands IIF hinzu. Einige Banken haben nur länger laufende Griechen-Bonds in den Büchern. Das neue Hilfspaket für das hoch verschuldete Griechenland hat ein Volumen von mehr als 100 Milliarden Euro und sieht erstmals auch einen Beitrag des Privatsektors vor. Banken und Versicherer beteiligen sich freiwillig über den Rückkauf, Tausch und die Verlängerung von Anleihen. Das geht mit einem mindestens 21-prozentigen Forderungsverzicht von ihrer Seite einher.

„Wir müssen Anleihen mit einem Volumen von 150 Milliarden Euro und einer Laufzeit bis 2020 oder ein bisschen später als 2020 identifizieren, um die 90-prozentige Beteiligung zu schaffen“, sagte Venizelos dem Radiosender Real FM. Dies bedeute eine Vorbereitungszeit bis Ende September und eine kurze Phase der Ausführung. Der Plan müsse schnell umgesetzt werden, damit keine Risiken entstünden. Aus griechischen Banken war zuvor verlautet, dass die Regierung ein detailliertes Angebot bis Mitte August versenden wolle, um den Tausch im September unter Dach und Fach zu bringen. Ein Vertreter der Europäischen Kommission sagte, dass er Berichte über eine Erweiterung des griechischen Rettungspakets weder bestätigen noch dementieren könne.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

11.08.2011, 10:04 Uhr

Finanzmnister Venizelos geht bei all seiner Dickfaelligkeit die Puste in seinem Sonnenstaat aus.
Zumindest lebt die Levante in ihm. Auf zu neuen Forderungen

Account gelöscht!

11.08.2011, 11:07 Uhr

"Hören Sie genau hin Frau Merkel". Immer mehr Forderungen. Wann ist eigentlich der Punkt erreicht, wo SIE stellvertretend für das DEUTSCHE Volk mal NEIN sagen.

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