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20.08.2014

14:51 Uhr

Protest-Aktion mitten in Moskau

Blau-gelbe Flagge weht in 176 Metern Höhe

Der Widerstand der Rebellen in der Ostukraine ist ungebrochen: Zahlreiche Tote gab es bei den jüngsten Kämpfen zu beklagen. In Moskau bekundeten Aktivisten in einer spektakulären Aktion ihre Solidarität mit der Ukraine.

Eine Ukraine-Fahne wehte für kurze Zeit auf diesem Hochhaus in Moskau. Reuters

Eine Ukraine-Fahne wehte für kurze Zeit auf diesem Hochhaus in Moskau.

KiewBei Gefechten zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten sind in der Ostukraine nach offiziellen Angaben mindestens 34 Menschen getötet worden. Zudem seien 29 Menschen in den vergangenen 24 Stunden verletzt worden, teilte die Donezker Gebietsverwaltung am Mittwoch mit. Am Vortag hatten Russland und die Ukraine verkündet, dass sich die Präsidenten beider Länder, Wladimir Putin und Petro Poroschenko, am 26. August treffen werden. Dies war als Zeichen gedeutet worden, dass es Fortschritte bei der Lösung des Konflikts geben könnte.

In der Ostukraine brachte das Militär nach eigenen Angaben den für den Bahnverkehr wichtigen Ort Ilowaisk unter seine Kontrolle. Neun Soldaten seien dabei getötet worden, sagte Anton Geraschtschenko vom Innenministerium. Die prorussischen Aufständischen berichteten von harten Kämpfen an mehreren Orten. Die Separatistenhochburg Donezk stand nach Angaben des Stadtrats unter ständigem Artilleriebeschuss. Dort gibt es seit Tagen Probleme mit der Wasserversorgung.

Auch in Lugansk dauerten die Kämpfe an. Die Großstadt war nach Darstellung der Separatisten den 18. Tag in Folge ohne Strom und Wasser. Ein russischer Konvoi mit Hilfsgütern für die Bewohner von Lugansk steckt aufgrund eines Streits zwischen Moskau und Kiew wegen Sicherheitsfragen weiterhin auf russischer Seite fest.

Die russische Armee will unterdessen eine weitere Militärübung starten. Das Manöver finde in der südrussischen Region Astrachan statt, sagte Armeesprecher Igor Klimow am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax. Die Region liegt mehrere hundert Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

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