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15.09.2011

19:20 Uhr

Protest gegen Assad

Syrische Demonstranten wollen nicht aufgeben

Die Regierungsgegner in Syrien bringen den Nationalrat gegen Machthaber Assad in Stellung. Trotz tausender Toter in den letzten Monaten will die Protestbewegung bis zum Sturz der Regierung demonstrieren.

Nicht nur in Syrien wird gegen Machthaber Assad demonstriert. Das Bild zeigt Proteste im Libanon. dpa

Nicht nur in Syrien wird gegen Machthaber Assad demonstriert. Das Bild zeigt Proteste im Libanon.

Istanbul/StraßburgDie syrischen Regierungsgegner haben den Druck auf Staatschef Baschar el Assad weiter erhöht. In Istanbul kündigten sie am Mittwoch die Zusammensetzung ihres aus 140 Mitgliedern bestehenden Nationalrats an. Die Protestbewegung in Syrien rief dazu auf, die Demonstrationen bis zum Sturz der Regierung fortzusetzen. Der Nationalrat, dessen Gründung Ende August bekannt gegeben worden war, soll die Aktivitäten der syrischen Opposition koordinieren. Dabei lässt er sich nach eigenen Angaben von vier Prinzipien leiten: Fortsetzung des Kampfs bis zum Sturz Assads, Gewaltfreiheit, territoriale Unversehrtheit Syriens und Ablehnung einer ausländischen Intervention. 60 Prozent der Mitglieder leben in Syrien, der Rest im Exil, wie das Ratsmitglied Abdulbaset Sida auf einer Pressekonferenz mitteilte. Aus Sicherheitsgründen wurden nur 72 Namen der Ratsmitglieder veröffentlicht.

Auf der Facebook-Seite „The Syrian Revolution“ erklärten Regierungsgegner: „Die Revolution ist ausgebrochen, sie wird erst enden, wenn das Regime gestürzt wurde. Wir werden massakriert und sind entschlossener als je zuvor. Wir werden ins Gefängnis geworfen und sind entschlossener als je zuvor.“ Bereits am Freitag solle es eine neue Protestwelle geben. Diese stehe unter dem Motto „Wir schreiten voran bis zum Sturz des Regimes“, hieß es auf Facebook.

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