Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.05.2016

03:55 Uhr

Protest gegen Australien

Somalierin zündet sich in Flüchtlingslager auf Nauru an

Eine junge Frau aus Somalia hat sich im australischen Internierungslager Nauru in Brand gesteckt. Die Migrantin protestierte damit gegen Australiens strikte Asylpolitik. Es ist der zweite Fall innerhalb weniger Tage.

Australiens strenge Flüchtlingspolitik stößt bei Organisationen wie Greenpeace auf Kritik. AFP; Files; Francois Guillot

Flüchtlingskrise

Australiens strenge Flüchtlingspolitik stößt bei Organisationen wie Greenpeace auf Kritik.

CanberraEine aus Somalia geflüchtete Frau hat sich in einem australischen Flüchtlings-Haftlager auf Nauru angezündet. Die 21-Jährige befinde sich in einem kritischen Zustand, teilten die Regierung des kleines Pazifikstaates und Flüchtlingsanwalt Ian Rintoul mit. Den Angaben zufolge wurde sie am Dienstag zur Behandlung in ein Krankenhaus in Brisbane gebracht. Die australische Einwanderungsbehörde wollte nicht bestätigen, dass die Frau aus Nauru ausgeflogen worden sei.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich ein 23 Jahre alter Migrant aus dem Iran in dem Lager offensichtlich aus Protest gegen Australiens strikte Asylpolitik selbst entzündet. Er starb am Freitag in demselben Krankenhaus in Brisbane.

Asylsuchende in Australien: Lager voller Flüchtlinge ist „illegal“

Asylsuchende in Australien

Lager voller Flüchtlinge ist „illegal“

Der Umgang der Australier mit Flüchtlingen ist streng: Viele Asylsuchende landen in einem Internierungslager auf der Insel Manus. Eine grausame Praxis – wie Kritiker meinen. Hoffnung macht ihnen ein neues Gerichtsurteil.

Australien weigert sich, Asylbewerber aufzunehmen, die die Küsten des Landes per Boot erreichen. Stattdessen bezahlt die Regierung Nauru und Papua-Neuguinea, damit diese Staaten sie in Haftlagern aufnehmen.

Von

ap

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×