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04.01.2004

21:22 Uhr

Protest gegen Besetzung der palästinensischen Gebiete

Haftstrafen für israelische Kriegsdienstverweigerer

Fünf Israelis sind zu Haftstrafen verurteilt worden. Sie hatten den Dienst in der Armee aus Protest gegen die Besetzung der palästinensischen Gebiete verweigert.

HB BERLIN. Fünf junge Israelis sind zu Gefängnisstrafen von je einem Jahr verurteilt worden, weil sie den Dienst in der Armee aus Protest gegen die israelische Besetzung der palästinensischen Gebiete verweigert hatten. Die fünf Verurteilten waren bereits einmal 13 Monate lang inhaftiert gewesen, weil sie auf einem Ersatzdienst bestanden hatten. Die Verweigerer bezeichneten die Armee in einem Schreiben an das Verteidigungsministerium als Instrument der Gewalt. Sie warfen der Armee vor, Menschenrechte und internationale Konventionen zu verletzen.

Die Verurteilten müssen ihre Haftstrafe bis Mittwoch antreten. In Israel müssen alle Bürger Militärdienst leisten. Ausgenommen sind nur orthodoxe Juden. Frauen können einen Ersatzdienst wählen.

Ein israelischer Oberstleutnant gab unterdessen seine Rangabzeichen zurück. Er habe Generalstabschef Mosche Jaalon in einem Brief erklärt, dass die Armee «die ethischen Maßstäbe nicht mehr respektiert», sagte Eitan Ronel im israelischen öffentlichen Rundfunk. Die Erniedrigungen von Palästinensern durch die Armee häuften sich und würden immer schlimmer, da es weder klare Befehle noch klare Sanktionen für die Soldaten gebe.

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