Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.02.2013

14:30 Uhr

Protest gegen Lohnkürzungen

Generalstreik bringt Griechenland zum Stillstand

In Griechenland wird wieder gegen Lohnkürzungen und hohe Steuern gestreikt. 24 Stunden lang fällt der Betrieb in Schulen, Krankenhäusern und Häfen aus. Das öffentliche Leben im Krisenstaat steht still.

Seit 2009 wurde Griechenland immer wieder von Generalstreiks lahmgelegt. dpa

Seit 2009 wurde Griechenland immer wieder von Generalstreiks lahmgelegt.

AthenMassive Streiks gegen höhere Steuern und gekürzte Löhne haben am Mittwoch Griechenland gelähmt. Die Fähren blieben in den Häfen. Staatliche Schulen waren geschlossen. In Krankenhäusern gab es nur einen Notdienst. Zehntausende Menschen protestierten in Athen gegen das massive Sparprogramm der Regierung. „Der heutige Streik ist ein neuer Versuch, das Rettungsprogramm loszuwerden und all diejenigen, die das Volk ausnutzen und nur Leid bringen", sagte der Generalsekretär der Gewerkschaft ADEDY, Ilias Iliopoulos, in Athen. „Eine soziale Explosion steht kurz bevor."

Seine Gewerkschaft vertritt die Beschäftigten im öffentlichen Dienst und hat gemeinsam mit der GSEE zum landesweiten, 24 Stunden dauernden Ausstand aufgerufen. In den beiden größten Gewerkschaften sind rund 2,5 Millionen Beschäftigte organisiert. Sie protestieren gegen das drastische Sparprogramm, mit dem die Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras eine Pleite des hoch verschuldeten Landes abwehren will. „Unser Kampf wird weitergehen, so lange an dieser Politik festgehalten wird", kündigte die Gewerkschaft GSEE an.

Seit 2009 wurde Griechenland immer wieder von Generalstreiks lahmgelegt. „Wir sind am Boden", sagte Nikos Papageorgiou, ein 56-jähriger Beamter. „Das Land wurde zerstört, die Jugend wurde zerstört. Ich bin wütend auf die Europäer und auch auf unsere Politiker. Sie gehören alle ins Gefängnis."

„Griechenland unternimmt große Anstrengungen, um zum Wirtschaftswachstum zurückzukehren, um wieder bessere Tage zu erleben", sagte dagegen Regierungssprecher Simos Kedikoglou im griechischen Hörfunk. Doch während alles versucht werde, um Investoren anzulocken, liefen die Bilder von den Protesten diesen Bemühungen entgegen.

Kommentare (19)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Roger13

20.02.2013, 10:14 Uhr

Ja in Griechenland,Bulgarien brennt die Hütte. Auch Spanien wackelt. In Rom könnte Berlusconi bald regieren und der EU den Stinkefinger zeigen. Alle anderen Völker in der EU haben Mumm. Müssen in Deutschland wirklich erst die Migranten auf die Strasse gehen,bevor der Deutsche aufwacht? Nach dem Willen von Berlin und Brüssel soll der Deutsche in der ersten Welt arbeiten und aufgrund von Umverteilung,wie in der 2 oder 3 Welt leben. Ihr ausländischen Mitbürger seid doch nicht hierhin gekommen um wie verrückt zu schuften und in Armut zu leben. Macht ihr wenigstens etwas!!!!

Ben-Wa

20.02.2013, 10:43 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: http://www.handelsblatt.com/netiquette

@Roger13

20.02.2013, 11:06 Uhr

"Ihr ausländischen Mitbürger seid doch nicht hierhin gekommen um wie verrückt zu schuften und in Armut zu leben. Macht ihr wenigstens etwas!!!! "

Soll das ein Witz sein? Ich bin Südländer, hier in D geboren und gehe auch arbeiten. Aber es ist EUER Land , verdammt nochmal, daß ihr verteidigen müsst. Wir "Ausländer" stehen euch bei, aber ihr seid nicht nur euch selbst, sondern auch euren Kindern und Enkeln und eurem Land gegenüber verpflichtet etwas zu unternehmen. Wir Ausländer können hier nicht den Anfang machen, daß müsst ihr schon selbst tun. Und wenn ihr mal soweit seid, dann sind wir dabei, das schwöre ich dir, bei allem was mir heilig ist.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×