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03.03.2014

07:21 Uhr

Protest gegen Regierung

Unruhen in Venezuela reißen nicht ab

Präsident Maduro versucht, die Bevölkerung mit Feiertagen und günstigen Lebensmitteln zu besänftigen, doch die Proteste gegen die venezolanische Regierung gehen weiter. Auch am Wochenende gab es gewaltsame Zusammenstöße.

Venezuela

Gewalt statt Karneval in Caracas

Venezuela: Gewalt statt Karneval in Caracas

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CaracasTausende Menschen haben in Venezuela erneut gegen die Regierung demonstriert. Nach einem friedlichen Marsch durch die Hauptstadt Caracas am Sonntag errichteten einige Hundert Demonstranten Barrikaden, steckten Autoreifen an und warfen Steine auf Sicherheitskräfte. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

Seit mehr als zwei Wochen liefern sich Regierungsgegner, Anhänger und Sicherheitskräfte nahezu täglich Straßenschlachten. Dabei kamen bislang mindestens 18 Menschen ums Leben, mehr als 250 wurden verletzt.

Angesichts der gewaltsamen Proteste schalten sich nun auch die Vereinten Nationen ein. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon soll sich am Montag mit dem venezolanischen Außenminister Elias Jaua in Genf treffen.

Proteste in Venezuela: Haftbefehl gegen weitere Oppositionspolitiker

Proteste in Venezuela

Haftbefehl gegen weitere Oppositionspolitiker

Mit harter Hand lässt Venezuelas Präsident Nicolás Maduro die Proteste im Land niederschlagen. Der Nachfolger von Hugo Chávez lässt etliche Oppositionspolitiker inhaftieren. 14 Menschen wurden bei den Protesten getötet.

Präsident Nicolás Maduro versuchte derweil die Proteste gegen sich und seine Regierung einzudämmen. Er verfügte, dass es über Karneval sieben freie Tage geben solle und ließ am Sonntag in den staatlichen Supermärkten subventionierte Lebensmittel verkaufen. „Glückseligkeit wird die Verbitterten besiegen“, sagte Maduro im staatlichen Fernsehen und fügte hinzu: „Das venezolanische Volk hat gesiegt.“

Venezulea kämpft rund ein Jahr nach dem Krebstod von Präsident und Integrationsfigur Hugo Chávez mit massiven wirtschaftlichen Problemen. Die Inflation betrug im vergangenen Jahr 56 Prozent. Viele Güter des täglichen Lebens sind knapp, die Kriminalitätsrate ist hoch.

Von

ap

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