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19.12.2011

19:43 Uhr

Protest gegen Sparpläne

Öffentlicher Dienst legt Italien lahm

Öffentlich Bedienstete haben am Montag in Italien Krankenhäuser, Universitäten und Postämter lahm gelegt. Die Gewerkschaften verzichten auf jede Form von „Flitterwochen“ mit der neuen Regierung.

Demonstranten auf einem Platz in Rom. dpa

Demonstranten auf einem Platz in Rom.

RomDie italienischen Gewerkschaften setzen ihren Konfrontationskurs gegen die Sparpolitik der Regierung von Mario Monti fort: Am Montag kam es im öffentlichen Dienst landesweit zu Streiks und Demonstrationen, zu denen die Gewerkschaften CGIL, CISL und UIL aufgerufen hatten. Für Stunden blieben Dienststellen und Postämter geschlossen, auch Krankenhäuser waren betroffen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Ihre Aktionen werteten die Gewerkschaften als Erfolg, ohne Zahlen der Beteiligung zu nennen. Die Ärzte hatten angekündigt, einen Notdienst aufrechtzuerhalten. Auch Universitäten und Forschungseinrichtungen beteiligten sich an den Streikmaßnahmen. Bei einer zentralen Kundgebung in Rom sagte die Chefin der CGIL-Gewerkschaft, Susanna Camusso, es habe keinerlei Flitterwochen mit dem neuen Regierungschef gegeben.

Die Gewerkschaften halten Monti vor, den Kündigungsschutz aufweichen zu wollen, höhere Arbeitslosigkeit zu bewirken und nicht genug für ein Wachstum zu tun. Die Gewerkschaften verlangen eine gerechtere Lastenverteilung in dem drastischen Sparpaket des parteilosen Monti. Es hat bereits die Abgeordnetenkammer passiert, noch vor Weihnachten soll im Senat darüber abgestimmt werden.

Das auf etwa 24 Milliarden Euro geschätzte Paket mit Steuererhöhungen und einer Rentenreform dürfe nicht „auf den Schultern der Arbeitnehmer und Pensionäre abgeladen werden“, argumentieren die Gewerkschaften, die Veränderungen im Gesetzesentwurf fordern. Sie wollen, dass Steuerhinterziehung bekämpft und größere Vermögen zur Finanzierung herangezogen werden.

Von

dpa

Kommentare (2)

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hpmalter

19.12.2011, 21:00 Uhr

Seit Jahren plündert ein Machtkartell aus Parteien u Öffentlichem Dienst die europäischen Staaten u bedienen sich mit ruhigen Jobs ohne Leistungsanspruch bei gleichzeitig üppigen Gehältern, großen Pensionen u sonstigen Privilegien wie Private Krankenversicherung, Frühpensionierung usw. Jetzt soll der Selbstbedienung ein Ende gemacht werden u sie haben die Frechheit dagegen auch noch zu protestieren. Anstatt sich zu schämen für ihren Diebstahl, posieren sie im Mantel des "Kleinen Mannes und tun so als seien sie ehrliche Arbeitnehmer, die um ihre Stelle täglich zu schlechten Konditionen kämpfen müssen. Und schlechte Journalisten schenken ihnen Gehör u stellen sie als Opfer dar, die in Wirklichkeit Täter sind nömlich schlicht u ergreifend Diebe. Eigentlich müßten Sie zurückzahlen, was sie der Algemeinheit in Form von Jobs, die keiner braucht, übermäßigen Pensionen u sonstigen Privilegien über lange Jahre hindurch gestohlen haben. Von der Zeit, die sie vielen Menschen aufgrund administrativer Schikanen graubt haben gar nicht zu reden.

We-are-99-Prozent

19.12.2011, 21:18 Uhr

--@ hpmalter

dürfen wir uns auch wirklich darauf verlassen, dass Sie endlich auswandern?

Bis dahin lästern Sie ruhig weiter, denn das wollte die Welt schon immer wissen.

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