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20.02.2014

09:21 Uhr

Protest-Musikerinnen

Pussy Riot provozieren Putin mit neuem Video

Jüngst wurden Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina in der Olympiastadt Sotschi festgenommen – nun schlagen die russischen Aktivistinnen auf ihre Art zurück: Mit einem kremlkritischen Punkvideo.

In dem Videoclip tanzen die Musikerinnen vor den olympischen Ringen in Sotschi. ap

In dem Videoclip tanzen die Musikerinnen vor den olympischen Ringen in Sotschi.

MoskauDie Protestgruppe Pussy Riot hat nach mehreren Festnahmen durch die russische Polizei in der Olympiastadt Sotschi ein neues kremlkritisches Punkvideo veröffentlicht. Der Clip „Putin bringt dir bei, die Heimat zu lieben“ ging am Donnerstagmorgen im Internet online. In dem rund zweieinhalb Minuten langen Film ist unter anderem zu sehen, wie ein uniformierter Kosake in Sotschi mit einer Peitsche brutal auf die mit Strickmasken getarnten Frauen losgeht. Die Kosaken sehen sich selbst als Hilfspolizisten.

Die Aktivistinnen Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina hatten für Donnerstagmorgen in Sotschi eine Pressekonferenz angekündigt. Zahlreiche Sicherheitskräfte blockierten den Zugang zum Ort der Veranstaltung. Das Hotel habe den Termin unter Hinweis auf ein angeblich geplatztes Rohr abgesagt, teilte Tolokonnikowa mit. Im ganzen Olympiaort habe Pussy Riot auf der Suche nach Räumen Absagen kassiert. Die Pressekonferenz fand daher vor dem Gebäude statt. Am 23. Dezember waren Tolokonnikowa und Aljochina im Zuge einer Amnestie nach fast zwei Jahren vorzeitig aus dem Straflager entlassen worden.

In dem Clip tanzt die Gruppe vor den olympischen Ringen. In dem russischsprachigen Lied prangern die Aktivistinnen das beispiellose Polizeiaufgebot in Sotschi sowie die Rekordausgaben von rund 37,5 Milliarden Euro für die Olympischen Winterspiele an, die als Prestigeprojekt von Kremlchef Wladimir Putin gelten.

„Putin bringt dir bei, die Heimat zu lieben“ („Putin nautschit tebja ljubit rodinu“) heißt es immer ironisch wieder im Refrain. Die Aktivistinnen waren in Sotschi vor einigen Tagen in einem angeblichen Diebstahlsfall von der Polizei abgeführt und nach eigener Darstellung misshandelt worden. Sie wurden später freigelassen.

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Von

dpa

Kommentare (10)

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Polizist

20.02.2014, 09:57 Uhr

(1) "...prangern die Aktivistinnen das beispiellose Polizeiaufgebot in Sotschi...an". Zum Glück hatte das Deutschland bei den fröhlichen Spielen in München '72 nicht nötig. Da waren alle friedlich und hielten Waffenruhe, wie damals in der Antike.
(2) Die USA haben Kriegsschiffe im schwarzen Meer, zur möglichen, schnellen Evakuierung ihrer Leute, weil sie der Sicherheit nicht vollständig trauen...

Rubberduck

20.02.2014, 09:58 Uhr

Es ist schon seltsam,wie diese Gruppe vom Westen zu Ikonen stilisiert wird. Wenn man sich mal etwas genauer mit diesen "Musikerinnen" beschäftigt, erfährt man unglaubliches:

Sexorgien vor laufenden Kameras, im hochschwangeren Zustand und im Beisein Minderjähriger, Aktionen in einem Supermarkt mit Plakaten die mit Fäkalien beschmiert waren; als Höhepunkt versucht sich eine dieser "Damen" noch ein Hühnchen vaginal einzuführen. Was dieser Schwachsinn mit Protest zu tun haben soll, wissen vermutlich nur die "Musikerinnen" und die die begeisterten Unterstützer im Westen.

Fob

20.02.2014, 10:58 Uhr

Zitat : Die Protestgruppe Pussy Riot hat nach mehreren Festnahmen durch die russische Polizei in der Olympiastadt Sotschi ein neues kremlkritisches Punkvideo veröffentlicht.

- es ist keine Protestgruppe, sondern ein Haufen [...], die auf Kosten des Deutschen Steuerzahlers ihre Perversionen mittlerweile Europaweit auskosten !

http://www.youtube.com/watch?v=2oJ_-4mB1js

Unfassbar, was das Mainstream uns alles zumutet !

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