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18.10.2011

09:54 Uhr

Proteste gegen Sparkurs

Massive Streiks in Griechenland gehen weiter

In Griechenland gehen die Streiks gegen den Sparkurs der Regierung weiter: Zehntausende Seeleute, Müllmänner und Staatsbedienstete legten am Dienstag erneut die Arbeit wieder. Die Lage soll sich weiter verschärfen.

Griechische Polizisten protestieren gegen den Sparkurs der Regierung. dapd

Griechische Polizisten protestieren gegen den Sparkurs der Regierung.

AthenZehntausende griechische Arbeitnehmer haben ihre massiven Streiks am Dienstag fortgesetzt. Viele Seeleute erschienen den zweiten Tag in Folge nicht zur Arbeit, zwischen Piräus und den Ägäis-Inseln fielen die Fährverbindungen aus. Auch die Müllabfuhr streikte weiter. Arbeitsniederlegungen gab es auch im Gesundheitsbereich. Viele Staatsbedienstete blockierten die Eingänge von Ministerien.

Journalisten begannen am Dienstagmorgen um 6.00 Uhr mit einem 24-Stunden-Streik. Im Radio und im Fernsehen gab es keine Nachrichten, am Mittwoch sollen keine Zeitungen erscheinen. Die Streikenden protestieren gegen geplante Kürzungen ihrer Gehälter sowie gegen Entlassungen.

Die Lage soll sich am Mittwoch und Donnerstag noch einmal verschärfen: Dann planen die beiden größten Gewerkschaftsverbände des staatlichen und privaten Bereichs (GSEE und ADEDY) noch weitreichendere Streiks. Alle Staatsbediensteten sollen demnach nicht zur Arbeit erscheinen.

Die Fluglotsen haben angekündigt, ab Mittwoch zwei volle Tage lang zu streiken. Nur Transitflüge sollen stattfinden. Bus- und U-Bahnfahrer wollen für mehrere Stunden die Arbeit niederlegen, die Taxieigner für 48 Stunden.

Am Donnerstag will das Parlament in Athen ein neues Gesetz billigen, mit dem erstmals seit 100 Jahren Entlassungen von Staatsbediensteten ermöglicht werden sollen. Zudem sollen die Löhne und Gehälter von Beamten und anderen Staatsbediensteten um weitere 20 Prozent gekürzt und weitere Steuern erhoben werden. Die regierenden Sozialisten verfügen über eine knappe Mehrheit von 154 Abgeordneten im 300-köpfigen Parlament.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Rene

18.10.2011, 11:45 Uhr

Damit wirds auch nicht besser. Arbeitsfleiß, Effizienz und Produktivität sind der Schlüssel zum Erfolg nicht Streik.

Streiken bringt nicht einen einzigen Euro...

wirsind99

18.10.2011, 14:31 Uhr

es wäre ja mal eine nette abwechlung, dass man die hiwerfür verantwortlichen politiker zur Verantwortung zieht.

Ok, die Griechen sidn etwas träge unjd faul. aber dennoch könnten sie von der Isländern lernen, wo man die gekauften Politiker mit Tomaten bewirft und den Oberhäuptling wegen seiner Verbrechen gegen das isländische Volk gerade vor den Khadi zitiert.

Naja in Isaland haben sie die altgermanischen Runen gehalten und Islan hat schon derzeit die satanischen christen nicht wirklich an die Macht kommen lassen.

Evtl. ist das volk deshalb noch so klar im Kopf, zumal sie dort die wohl die mit älteste Demokratie der Welt haben.

Wir sind 99%
Wir brauchen keine gekauften 1%

eurofrieden

18.10.2011, 14:53 Uhr

Wo sind denn jetzt unsere Berliner "Elite"-Politiker, die in Deutschland schon bald die Meinungsfreiheit komplett abgeschafft hatten, indem sie die Eurokritiker als Antieuropäer diskriminierten und ausgrenzten. Lass sie eine Wallfahrt nach Griechenland unternehmen und nochmal den Euro als Alternativlos und ein Friedensprojekt kennzeichnen. Zur wirklichen Leistungsbeurteilung der Berliner Clique fehlt mir das Vokabular!

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