Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.04.2011

03:28 Uhr

Proteste im Jemen

400 Verletzte bei Auseinandersetzungen

Am Montagmorgen zogen Gegner des jemenitischen Präsidenten vor dessen Palast in Hudaida. Obwohl sich der Präsident dort wahrscheinlich nicht aufhielt, ging die Polizei mit Gewalt gegen Demonstranten vor.

Jemenitische Saleh-Gegner in Sanaa. Quelle: dpa

Jemenitische Saleh-Gegner in Sanaa.

SanaaIm Jemen sind bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten am Montagmorgen mehr als 400 Menschen verletzt worden. In der am Roten Meer gelegenen Stadt Hudaida habe die Polizei scharf geschossen und Tränengas eingesetzt, berichteten Ärzte. Neun Menschen seien angeschossen und 350 durch Tränengas verletzt worden. Zudem hätten Polizisten in Zivil Steine auf Demonstranten geworfen und 50 von ihnen verletzt.

Seit Wochen gehen immer wieder Zehntausende Jemeniten gegen, aber auf für den seit 32 Jahren regierenden Präsidenten Ali Abdullah Saleh auf die Straße. Anwohner berichteten der Nachrichtenagentur Reuters, in den frühen Morgenstunden hätten mehrere Tausend Menschen gegen die Niederschlagung von Demonstrationen in Tais protestiert, wobei am Sonntag zwei Menschen getötet und Hunderte verletzt wurden.

„Sie haben sich in der Nähe des Sitzes der Provinzregierung versammelt und zogen dann zum Präsidentenpalast“, sagte ein Augenzeuge. „Aber die Polizei hat sie gestoppt. Sie hat in die Luft geschossen und Tränengas eingesetzt.“

Saleh verfügt über mehrere Präsidentenpaläste im Land. Am Montag hielt er sich sehr wahrscheinlich nicht in Hudaida auf, sondern in seinem Palast in der Hauptstadt Sanaa.

Am Sonntag hatte Saleh zu einem Ende der Gewalt aufgerufen. Es gab allerdings keine Anzeichen dafür, dass der 68-Jährige sich bald von seinem Posten zurückzieht. Oppositionskreisen zufolge will Saleh im Amt bleiben, bis gegen Ende des Jahres der Präsident und das Parlament neu gewählt worden sind.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×