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05.04.2011

16:06 Uhr

Proteste im Jemen

Bereits mehr als 120 Tote

Die Opposition im Jemen ruft nach internationaler Hilfe, um das Blutbad in dem arabischen Wüstenstaat zu beenden. Denn Salehs Anhänger schießen weiter scharf auf die Demonstranten - wieder gab es Tote.

Ein verletzter Demonstrant wird abtransportiert. 5.000 Regimekritiker sollen bei den Gefechten verwundet worden sein. 120 sind bei den Protesten gestorben. Quelle: dpa

Ein verletzter Demonstrant wird abtransportiert. 5.000 Regimekritiker sollen bei den Gefechten verwundet worden sein. 120 sind bei den Protesten gestorben.

Sanaa Beim Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten, die seit Wochen den Rücktritt des seit 32 Jahren herrschenden Präsidenten Saleh fordern, wurden schon mehr als 120 Menschen getötet und rund 5.000 verwundet.

Die jemenitischen Parteien äußerten sich am Montagabend in einer gemeinsamen Erklärung. Saleh, seine Söhne, Verwandten und der Sicherheits- und Militärapparat, den sie kontrollierten, gingen mit geplanten Angriffen gegen friedliche Demonstranten vor, heißt es in der Erklärung. Saleh weigert sich, die Macht sofort abzugeben und begründet das damit, dass das Land dann im Chaos versinke. Im Jemen gingen zuletzt Hunderttausende Menschen in mehreren Städten gegen die Regierung von Präsident Saleh auf die Straße.

Bei Kämpfen zwischen Mitgliedern des Stammes des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh und abtrünnigen Soldaten sind derweil am Dienstag drei Stammesmitglieder getötet worden. Dies berichteten Angehörige der Streitkräfte sowie Stammesälteste.

Zu dem Gefecht kam es, als ein Konvoi von rund 30 Fahrzeugen mit bewaffneten Mitgliedern von Salehs Stamm vor der Kaserne eines Generalmajors vorfuhr, der sich zuvor der Opposition angeschlossen hatte. Mehrere Stammesmitglieder seien bei dem Gefecht verletzt worden, hieß es. Aus Kreisen der Sicherheitskräfte hieß es, Saleh habe versucht, mit dem abtrünnigen Generalmajor eine Schlichtung herbeizuführen.

Von

dapd

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