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07.04.2011

09:41 Uhr

Proteste im Jemen

Golfstaaten wollen Saleh zum Rücktritt bewegen

In Saudi-Arabien sollen die jemenitischen Konfliktparteien an einen Tisch kommen. Verschiedene Golfstaaten um Saudi-Arabien wollen den Weg für eine Übergangsregierung ebnen und Saleh den Rücktritt nahelegen.

Jemens Präsident Ali Abdullah Saleh. Quelle: dpa

Jemens Präsident Ali Abdullah Saleh.

London/Dubai Saudi-Arabien und verbündete Golfstaaten wollen Jemens langjährigen Präsidenten Ali Abdullah Saleh zum Rücktritt bewegen. Wie am Mittwoch aus Kreisen der Golfstaaten verlautete, soll mit dem autokratisch regierenden Staatschef eine entsprechende Verabredung ausgehandelt werden. Saleh solle die Macht an einen Übergangsrat abgeben, in dem alle maßgeblichen politischen Parteien und Stämme vertreten seien, sagte eine mit dem Vorschlag vertraute Person. Der Rat werde für die Dauer von höchstens drei Monaten zusammentreten und den Weg für Wahlen ebnen.

Dieser Plan soll Saleh und seinen Gegnern in baldigen Gesprächen in Saudi-Arabien vorgestellt werden. Saleh hat das Vermittlungsangebot des Golf-Kooperationsrats bereits angenommen. Bislang lehnte er einen sofortigen Rücktritt ab und wollte erst nach Parlaments- und Präsidentenwahlen Ende des Jahres gehen. Saleh ist seit 32 Jahren an der Macht. Die Proteste im Jemen gegen den Präsidenten dauerten am Mittwoch an. Am Montag hatten Polizisten und Bewaffnete in Zivil in der Stadt Tais und in der Hafenstadt Hudaida 21 Menschen erschossen.

Von

rtr

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