Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.02.2012

03:18 Uhr

Proteste in Athen

Zusammenstöße nach Sparbeschlüssen

Am Tag vor dem wohl entscheidenden Treffen der Euro-Finanzminister, ebbt die Unmut über die Sparbeschlüsse in Griechenland nicht ab: Tausende haben am Sonntag friedlich demonstriert, bevor die Situation am Abend eskalierte.

Griechenland-Krise

Erneut heftige Zusammenstöße in Athen

Griechenland-Krise: Erneut heftige Zusammenstöße in Athen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

AthenIm Anschluss an eine Serie von Protesten gegen die Sparbeschlüsse der griechischen Regierung ist es in Athen zu Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Demonstranten gekommen. Nach Rundfunkberichten bewarfen Randalierer die Beamten am Sonntagabend mit Steinen.

Daraufhin ließ die Polizei den Syntagma-Platz vor dem griechischen Parlament räumen. Dabei wurden mehrere Demonstranten leicht verletzt. Vor dem möglicherweise entscheidenden Treffen der Euro-Finanzminister an diesem Montag hatten Tausende von Griechen zuvor friedlich gegen die Sparmaßnahmen der Regierung protestiert.

Am Vormittag waren etwa 3000 Menschen einem Aufruf der Gewerkschaften zu einer Kundgebung im Zentrum der griechischen Hauptstadt gefolgt. Anschließend hielten andere Organisationen weitere Kundgebungen ab.

Auf Spruchbändern kritisierten sie die jüngsten Sparbeschlüsse ihrer Regierung: „Armut und Hunger haben keine Nationalität“, stand auf einem Transparent, gefolgt von dem englischen Zusatz: „all of us we are Greeks, Merkel and Sarkozy are freaks“ (Wir sind alle Griechen, Merkel und Sarkozy sind Freaks).

An der Kundgebung am Vormittag beteiligte sich auch eine Gruppe von rund 50 Demonstranten, die das Ende der alten „Parteien-Mafia“ und eine Fortsetzung des Reformkurses unter dem unabhängigen Übergangsregierungschef Lucas Papademos forderten. „Wir schämen uns unserer Politiker“, stand auf einem orangefarbenen Schild, ein anderes forderte: „Lasst uns Griechenland neu erschaffen“.

Papoulias rügt Schäuble: Griechen begehren gegen „deutsches Spardiktat“ auf

Papoulias rügt Schäuble

Griechen begehren gegen „deutsches Spardiktat“ auf

Griechenlands Präsident Papoulias reagiert empört auf Schäubles Aussage über mangelnde Reformbemühungen Athens. Damit spricht er aus, was viele Griechen denken: Der deutsche Sparkurs treibe die Griechen in die Armut.

Die Athener Regierung des parteilosen Ministerpräsidenten Lucas Papademos will in diesem Jahr mehr als drei Milliarden Euro einsparen. Dazu sollen unter anderem die Renten und die Mindestlöhne gekürzt werden.

Die Finanzminister der Eurozone wollen an diesem Montag in Brüssel entscheiden, ob das von der Pleite bedrohte Griechenland neue Milliardenkredite erhält.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Stinkfische

20.02.2012, 04:42 Uhr

Verständlich, das Volk in Griechenland wird stranguliert, die Lobby steckt sich die Taschen voll, sichert Ihren Futtertrog.

Die Verwaltende Diktatur und die Finanzkriminellen haben die Versklavung der Völker für das eigene Luxusleben einkalkuliert.

Die Griechen spüren das als erstes Land UND WEHREN SICH!!

Account gelöscht!

20.02.2012, 07:35 Uhr

Tja sie haben leider wie fast alle Bürger dieser Welt nicht begriffen dass friedliche Demos, lange nichts mehr helfen. Die Occupy Bewegung die zig Millionen Menschen auf die Strassen trieb hat ebenso gar nichts bewegt ausser dass die Politik gesehen hat, dass irgendwelche Leute dumm vor irgendwelchen Gebäuden rumstanden....so einen Blödsinn kann jeder Politiker bis zum Diktator, aussitzen. Sorry, so ändert man die Dinge nicht!!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×