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18.03.2016

14:09 Uhr

Proteste in Brasilien

Polizei setzt Tränengas gegen Demonstranten ein

Drei Millionen Menschen demonstrierten zuletzt in Brasilien gegen die umstrittene Präsidentin Dilma Rousseff. Sie hat kaum noch Rückhalt in der Bevölkerung: Rund 60 Prozent der Brasilianer sind für ihre Amtsenthebung.

Einige der Demonstranten kündigten an, im Stadtzentrum zu zelten, bis Präsidentin Dilma Rousseff zurückgetreten sei. AFP; Files; Francois Guillot

Demonstranten vor dem Präsidentenpalast in Brasília

Einige der Demonstranten kündigten an, im Stadtzentrum zu zelten, bis Präsidentin Dilma Rousseff zurückgetreten sei.

Rio de JaneiroDie brasilianische Polizei ist am Donnerstagabend mit Tränengas gegen Demonstranten in der Hauptstadt Brasília vorgegangen. Tausende Menschen hatten sich vor dem Präsidentensitz und dem Kongress versammelt, um gegen Präsidentin Dilma Rousseff zu protestieren. Als sich die wütende Menge den Gebäuden weiter näherte, setzte die Polizei Tränengas und Lärmgranaten ein, um die Menschen von einer Stürmung abzuhalten.

Auch in der Wirtschaftsmetropole São Paulo demonstrierten die zweite Nacht in Folge wieder tausende Menschen gegen die angeschlagene Präsidentin. Einige der Demonstranten kündigten an, im Stadtzentrum zu zelten, bis die Präsidentin zurückgetreten sei.

Zuvor hatte das brasilianische Parlament ein Verfahren zur Amtsenthebung von Rousseff auf den Weg gebracht. Die Präsidentin sieht sich mit Massenprotesten konfrontiert, an denen allein am Wochenende mehr als drei Millionen Menschen teilnahmen. Die Zustimmungswerte der linksgerichteten Präsidentin liegen bei knapp zehn Prozent. Rund 60 Prozent der Brasilianer sind für ihre Amtsenthebung.

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Rousseff wird unter anderem für die schlimmste Rezession in Brasilien seit Jahrzehnten verantwortlich gemacht. Darüber hinaus gibt es weitreichende Korruptionsvorwürfe, ein Großteil von ihnen ist mit den Geschäften des Ölkonzerns Petrobras verknüpft.

Von

afp

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